Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 10/11 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
- Belongs to
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Religionslos! i-.thik! ■*n vinn religiösen (Hauben ttitab)1:in^ri^r sind 111111 al!> solche Wert halten. 1' 11 •1 nichts anderes will die tieaellschaft Mir ethische Kultur als dies Krgehuis einer »iretliuijil**11|:i 11ri^r«*n Kntwicklung retten mul uns tleni <>vdnukcn 11er allgemeinen Schulbildung aufs engste verknüpfen:!len UegrilY der Ilmna1nt.it. der tiir all■■ gleichen Me 11 sein• 111>tlu11־ f. I ten Zusammenbau(; mit unserer religiösen Vorgeschichte zu!!Hegen, dazu liabeu wir aut etliiseliem Sta1nl|n1nkte wenig Veranlassung. (Gerade Deutschland bat durch die. religiöse Spaltung vielleiebt schwerer gelitten als irgend ein anderes!.and Was uns mit tut, das ist vielmehr ein Lethetrank, der uns unsere theidngisehen Neigungen vergessen macht als eine Selinle. welelie diesen giftigen Kifergeist immer aufs Neue belebt und stärkt". Zugegeben, dass die religiöse Mural nullt vernmelu bat, ihre Bekenner 7.11 sittlich guten Metiseben zu maeben. Ks ist ja etwas Wahres daran, das» mau vorgegeben bat 1m Interesse der Keligimi tluebwiirdige 'Paten /.11 begeben: mau vergegenwärtige sieb nur die unzähligen Verfolgiingen. die w ir Juden unseres (iläubeus wegen zu erdulden batten. 111:111 denke nur an die grausigen Iu1|uisitioi!strihuuule. die 111 ihrem (ilaulienseiter un/.älilige Scheitel bauten errichteten und der Keligimi der Liebe zu Liebe Hekatomben von Menschen opferten, mau denke an die Kreuzziige. au dm .1 Glaubenskriege infolge der Kefoimatiön mul man wird zugeben müssen, dass die religiöse Moral von ihrer reinigenden und veredelnden Macht wenig (iehrauch gemacht bat. I)0111־ diese Tatsachen, die die Brkämpfer einer jeden religiösen Mmal als Beweis Mir sieb aiiMibreu, die. wie sie ' 11. den Impuls zur Lossagung uml Trennung von ullri׳ Kcligiou gegeben haben, diese Tatsachen sind der schlagendste Beweis gegen sie. Denn das stellt doch fest, dass alle Keligionen Menschenliebe zu einer ethischen 1‘llielit maeben. Hinter diesem (Gebote steht die höchste Autorität, die es Mir eineu gläubigen Menschen geben kann, — sicht <io|t. l ud wenn nun trotz dieser Tatsache die (!Innbigcvr - dieses <Gebot mellt befolgten, weil sie eben Keligion und Kirche verwechselten, oder einfach weil das Ideal dei |!e|1gion noch nicht von den Seelen seiner lickcnimr Besitz ergrilVen batte, wie kann sieh ein Mensch der ׳Täuschung hingchrn. ■lass wenn er in (וי•- nminsclialt mit noch vielen Menschen ein (Gebot dekretieren vvcnle. 5985