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Jüdische Monatshefte · 1918-01-01 · 7/8 (1918) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
5 (1918)
Issue
7/8 (1918)
Date
1918-01-01
Page
[Seite] (sequence 51)
Language
German
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Dir Revision dm bayerischen Judencdikts. tat /n unterlegen, die »1*11 mir auf di** Zustimmung eine» Teile* der bayerischen Judcuschaft berufen kann Ein solch bedenklicher Eingriff in innerkirrhlirhe \ crhältnisse lüge aber unzweifelhaft vor, wenn die Keslrehungen der Kevisionafreunde durch die kpl. Staat»• regierung gestützt und gefördert werden sollten. denn sowohl da» Austrittsgesetz als auch die Zentralkassc Heizt, wie' wir im fnl• genden zeigen möchten, eine klare Stellungnahme zu dem von uns als wichtigste Vorfrage der Kevision hezeicbneten Problem der Judeutumseinheit voraus. H. Durch ein Austrittsgesetz wird die Einheit des .ludentums zertrümmert. Wir können es nicht verstehen, wie man die Wahrheit dieser Feststellung bezweifeln kann. Da die Kultusgemeinde die einzige rechtliche Erscheinungsform der im Jahre 1813 aufgenommenen israelitischen Keligionsgescllschaft ist, bedeutet der Wunsch nach einem Austrittsgesetz die Feststellung der Tatsache, dass diese israelitische Keligionsgesellschaft in ihrer historischen Form der tatsächlichen religiösen Lage der bayerischen Judenschaft nicht mehr entspricht, und der Erlass eines solchen Austrittsgesetzes würde dieser Tatsache gesetzliche Anerkennung verleihen. F.s ist unmöglich, das Streben nach einem Austrittsgesetz gleichzeitig mit dem Festhalten an der Einheit des Judentums und der Gemeinde zu verbinden. Wer das eine will, muss auf das andere verzichten. Es liegt ein Widerspruch darin, wenn z. It. Neumeyer auf S. 3 seiner ,,Hemerkungeii" sagt: ״Es kauu angenommen werden, daas sich die Erregung mindern und die auf Trennung ahzielende Kewegung ahsi hwachcti werde, und es steht zu hoffen, dass die altüberkommene Ge1114nJeci11hoit wieder in ihrem innersten Werte erkannt wird als'ciic Vereinigung von Itckenuern des einen Gotte» und der sittlichen Gruudlchren der Menschheit, fmmerhiu sind die Kämpfe der letzten Jahre mit solcher Erbitterung geführt worden, dass ernstliche Hcdenkcn vorliegcn. oh in dem Kalimcn der Kinheitsgemeiude die wrschicdenen Kichtuugen gedeihlich nehenei- 1>1׳nder bestehen konuen.‘1 Wenn angenommen werden kann, dass sowohl Orthodoxie als auch Ncologie au der Gciiieindeciuhcit fest-

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