Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 5 (1918)
- Issue
- 1 (1918)
- Date
- 1918-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 21)
- Language
- German
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I)u־ l'llichtcn unil die Kechtc der jüdischen Frau. 2\ mm niemals der Fall. Hierin liegt offenbar eine lnkonBcipitmz der bürgerlichen .1 urixliktion vor. Wenn dorrmneh Han Jndrntrnn die FTan rnirZeugFnaussage oder von einci^lichtcrauit ausschliesst, so mag der (!rund in dem erwähnten!'instand liefen. Nun allerdings erkennt das. Judentum den weihlicheiiVSchwüche/.iistand nicht als Milderiiiigsgruud tnr ein \ ergehen an. Aber dies geschieht nur daher, weil eine Strafe nach jüdischer Jurisdiktion nur erfolgen kann, wenn eine vorherige Wrwarnung. die ,’״,ראי” des |)eli<|ucntcn oder der Dclnpicntin erbdgt ist. Krst wenn der Ve!warnte die Folgen seines Vergehens 'ich bewusst wird״ und diese Kenntnis der Sache den Zeugen gegcuiilier, die die Verwarnung ausgesprochen, ausdrücklich hetuut, kann nach jüdischem Hecht eine llestratiing cmtreteii. Diese* geiiclitliche Verfahren 111:0111 die Kiitsclnildigiing von dem Schwiiclo'/.iistand hinfällig (vgl. Sanlied. 11:1 :לסר. ".ם״, עד ש־ר.,” עצד’. I‘•!יi Zeugenaussagen oder beim Hichteramt kann selbstredend eine \crwnrnnng dev• Zeugen oder Kleiner nicht stattlinden. Nur bei di 1׳ Todesstrafe wurden die Zeugen ■auf die schweren Folgen ihrer Aii'sage aufmerksam gemacht. Die AusM׳hlic*s11ng der Frau von Zeugenaussage und von Hichteramt darf demnach nicht als ein Hiickstaud des jüdischen Hechtes angesehen werden. Das Juden• tum hat mit dieser 11\ןsschliessung nur eine Inkonseducn/. vermciden wollen, zugleich alter auch einer gewissenhaften und gerechten I rlcilssprechung Vorschub geleistet. Dass diese llcgrüuduiig von der \11sschliesst1ng der Frau Mm Zeugenaussage riehtig ist, ergibt sich aus der Tatsache, dass die Frau 11:011 jüdischem Hecht in dem Fall Zeugnis ablegeu dar), wo die Folgen datoii sehr 'diwere sind und an/.unehmen ist. das' die davon llelroH'enen die Zeugenaussage der Frau genau prüfen werden Daher darf eine Frau für die andere /.engen, dass dir Mann gestoiben sei, denn ”S”,"; ״,ק'ל• עי*•״ “C'M y ״ידית Jebam. 11:1׳ Keine Kraii wird aieli leichten Sinnes wieder \er heiraten, denn sieweiss. daraus könnten schw!׳re Folgen entstehen Das .liidentuiu erkennt diesen Scliw iichc/ustund dir flau an und uiotnirt damit tlie I>elie1ung vmi gew1"eu l’tlichlen. wie auch ׳den llegritl!!es l’mermögens Hereils \״n