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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 11 (1917) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
11 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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Über die Grundideen des Buches Hiob. י>83 Schmerz getragen halte, entschädigt werde. Die sittliche Erhöhung und Vertiefung der ganzen Persönlichkeit durch das Leid erschien ihm als eine nicht ganz genügende“ Kecompensation für das Leid und es ist auch keines, wenn der Sinn des ganzen Lebens da« diesseitige Lehen ist, wenn es keine Fortdauer der Persönlichkeit nach dem irdischen Tode gieht. Die Erkenntnis über da« Wesen des Schmerzes und dem Gedanken von den ewigen Sein des Mensehen dämmert :','א langsam auf; Ausdruck verleiht diesen Oedanken die einzige jüdisch sprechende Persou im ganzen Huche, Elibu, und Hiob erblickt Gott und ist gerettet. Versuchen wir nun in grossen Zügen uns den (Jang der Handlung zu vergegenwärtigen und betrachten wir die Dialoge, so werden wir sehen, dass es sich in diesem Huche hauptsächlich um diese Fragen dreht, wenn auch, wie gesagt, aut alle Grenzprobleme hie und da Streiflichter fallen. Hiob war ein reicher und glücklicher Maun und dieser Mann war יסד דרע Q'sSh תם וייצר ,יירא fromm, gerade, gottesfürchtig und mied das Böse. Ob die letzte Eigenschaft nicht eine Eiuschräukung bedeutet, bildet den Gegenstand einer Kontroverse Wir haben den Eindruck, als ob die Frömmigkeit des Hiob mehr negativer Art ist, keine aktive, lebendige Frömmigkeit. Nach den Gelagen seiner Söhne bringt Hiob Opfer dar, ,denn vielleicht haben meine Söhne gesündigt und in ihrem Herzen Gott gelästert.* Aktive Frömmigkeit hätte, anstatt hinter dem Kücken der Kinder Opfer darzubringen, die Kinder von Angesicht zu Angesicht über ihr Tun und Lasäcu zur “Rede gestellt. Aber Hiob ist kein Freund der Autrcgung. Er bringt Opfer tiir seine Kinder dar und hat _SFdamit sein Gewissen beruhigt. Fnd vielleicht sollte das! Leid ihn aus dieser mehr negativen Frömmigkeit aulrütteln Gott sitzt auf seinem Trune und die himmlischen Scharen versammeln sich uui Ihn. Auch Satan erscheint unter den himmlischen Scharen. Da tragt (iott den Satan: Hast du deinen Sinn, aut meinen Knecht Hiob gerichtet, denn es gieht nicht seinesgleichen aut Erden fromm, gerade, gottesfürchtig, das Böse meidend. Satan beanstandet den sittlichen Wert Hiobs und sagt: Fürchtet denn Hiob dnh um sonst'!׳ Du beschützest ihn ja und die Scimgen, seiner I lande

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