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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 11 (1917) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
11 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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Wo־. Ober die Grundideen drs Buches Hiob. Werk hast du gesegnet und sein Besitztum breitet sich aus im Lande. Doch strecke einmal deine Hand aus und greife sein Eigen tum an, oh er dich nicht ins Antlitz lästern wmf?! Nun folgt Schlag auf Schlag. Die Hiohshoten kommen und verkünden Un glück, seine Kinder werden hinweggeraift, seine Habe wird ge plündert, alles geht zugrunde, aber Hiob spricht demutsvoll: .Gott hat gegeben, Gott hat ge nommen. der Name Gottes sei gepriesen“. Doch die Prüfung wird fortgesetzt. Hiob wird von einem Itösartigert Aussatz heimgesucht. Er sitzt in Asche und Teile der nekrotisierten Haut löseu sich vou seiuem Leibe. Hiob duldet sehweigend, weist das Ansinnen seines Weibes, Gott zu lästern, mit der grössten Heftigkeit zurück : :דבר אחת הנבלות תדבר, גם את חשוב נקבל ״ דאת דאלהים ואת הרע לא נקבל בכל זאת לא חטא איובWie eine der nichtswürdigen Frauen würdest du auch dann sprechen, wenn wir das Gute vou Gott erhielten, da wir das Unglück nicht annehmen sollen*. Wer beim Unglück Gott zu lästern imstande ist, der wird auch für das Gute Gott nicht dankbar sein. (Diese Erklärung will die Schwierigkeit des נם im Satze lösen . Hiob weist also den Geduuken einer Gotteslästerung weit von sich. Es kommt ihm gar nicht in den Sinn, Gott zu fluchen oder zu murren. Er will ge• duldig sein hartes Geschick ertragen. Erst die Zumutung seiner Freunde, in dem Unglück die wohlverdiente Strafe Gottes für sein! sittliche Minderwertigkeit zu erblicken, lässt ihn Worte hervor- , stossen, die bereits nahe an Gotteslästerung streifen. Seine drei Freunde. Eliphas, llildad und Zofar besuchen ihn, um ihn zu trösen. Sieben 'l äge und sieben Nächte sitzen sie stumm und in dieser bleiernen Stille bereitet sich ein fürchterlicher Ausbruch Hiobs vor Hiob verflucht sein Leben, den Tag seiner Geburt und wünsch sich Ichhutt deu Tod, der für ihn das Ende ist : Warum dem Miihseligen Licht geben,׳ dem Verbitterten Leben'!׳ Die harren doch auf den Tod, der nicht kommen will, die graben nach ihm mehr denn nach Schätzen. נ־ל ייציתזו :־ ידצא' קב־ *St היצדחים, tlic nur di• eine Freude haben und mit Her Aussiebt aut den .lubcl froh locken, den sic anstimmeu werden, wenn sic das Grab gefundci haben. Er verflucht sein Geschick, aber weder lästert er Gott noch murrt er gegen ihn.

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