Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 11 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
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Uber die Grundideen des Huches Hiob. 3:17 uns Ansichten üher unseren Schöpfer, sondern last immer darum, uns die Ansichten unseres Gesetzgebers über den Menschen zu vermitteln. Ks konimt auch wenig darauf an, wie und was wir alter Gott denken, und alles darauf, was Gott von und üher uns denkt. So ist auch in diesem Huche nicht Gott, sondern der Mensch im Mittelpunkte dps Priddems. Wie wirkt das Leid auf den guten, sittlichen Menschen? Wird das Leid ihn besser!!, läutern oder ihn abtrünnig machen? Das ist die eine Frage. Die zweite wieder: Wird er durch das Leiden an sich seihst irre werden, wird er seinen Freunden Glauben schenken, dass er um■ ralisch wertlos, «lass überhaupt kein Mensch auf moralische und sittliche Integrität Anspruch erheben darf, «lass jeder Mensch sün- «ligen müsse. Hat er dieses zugegeben, so hat Satan gewonnenes Spiel, denn in diesem Falle hat der Mensch sich selbst verloren, «In es ja für den Menschen eine Unmöglichkeit ist, sittlich lauter zu sein, wozu also nach sittlicher Vollkommenheit *streben V Hehauptet er aber, dass er rein und mükcllos «lastehe, dass er nie gefehlt, «lass er «lie moralisch«* Integrität erreicht, so wird sein Leiden 7.11 einem Unrecht Gottes, d. h. wenn er eben das Wesen des Leidens als נס־ון als eine von Gott gewollte sittliche Krliöhung durch Versuchung nicht begreift - und dann hat der Mensch seinen Gott verloren. (Vgl. üher'׳^VM Hirsch, Kommentar zu ,נס,־ C'pSurv, אברהם TM. In Kürze, der Mensch «larf den Glauben an seine ihm innewohnend«* Fähigkeit zur Krlangung der höchsten Stufen der Sittlichkeit nicht verlieren, da er sonst ein Diener Satans wird; er darf aber auch «lurcb das Lciilcn nicht «len Glaubeu an die Gcrechtigkeit Gottes verlieren, da er auch «laiin aufhört, ein Diener (Jottcs su s«*in. In beiden Fällen bat Satan den Sieg «lavon getragen. Ks muss eben eine andere Lösung gefunden werden und diese wird in der Krklärung des Wesens «les Leidens gefunden und in der Krkenntnis, dass der Mensch sich weder alle Rätsel in der Natur noch «lie im menschlichen Lch«*n löaeu kann, weil er nur Mensch ist• Ks ist selbstredend, dass auch andere l'roblenie im Verlaufe «ler Dialoge!berührt werdeu, so namentlich da.» Problem «les צד*ק 1 רתזע .גכדג_.ל.’!l Externer das Problem von Determinismus und Wd: Icusfreiheit, wie unsere Weisen in;דטכת נבא בתרא ט bimerkeu.