Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 9 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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Zum <1. Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft. ־JH1 feststellen, oh denn diese Einwände wirklich so schwer sind, dass sie eine ho umständliche Klarstellung, wie sie der Yerf. hictet, rechtfertigen. Der Verl, fragt, warum Kaw nicht gleich dem Kamham seinen Ausspruch allgemein gefasst hahe, warum er gerade den Einkauf von Fleisch lierv« riiehe. Dieser Frage tilgt der Yert. in einer Fussnotc folgende B111-׳crkung an: ״Herr K. 1$. in den Monatsheften a. a. 0. meint: "רב hat seinen Metzger gekannt usw. Er betrachtet die ganze Sentenz aut die Persönlichkeit des betrelfenden. Metzgers zugeschnitten, so dass ״wenn ein anderer אדם נתל glaubt, diese Vorsicht seinem Schneider gegenüber walteu lassen zu müssen, dann ist er natürlich ebenso dazu verpflichtet.“ Diese Auffassung ist ganz und gar unzulässig. Sie trägt in den Text etwas ganz Fremdes hinein. Ich lege wenig Wert aut den Einwand, dass es uach dieser Erklärung ״ בישבהאיvon meinem Muts• ger heissen müsste; wohl aber sage ich mit aller Bestimmtheit, dass der KMRM dann noch weniger berechtigt gewesen wäre, die Sentenz des Kah zu verallgemeinern, wenn sie nur auf individuelle Fälle Geltung haben sollte“. So weit Herr Dr. Ehrentreu. Es int sehr bedauerlich, dass der Vertassor unsere Darlegungen zum Kambam offenbar nur sehr ungenaugelesen und dementsprechend in seiuem Aufsatz ganz uugenau wiedergibt. Wir haben in unserem Artikel genau dargelegt, warum der Hamham Kalis Yorsichtsmassregcl für alle Fälle verallgemeinere. Ausdrücklich heisst es doch daselbst: וביוצא כדברים האלו הכל לשי נדלד של חכם צריך שידקדק על עצביו ויעשה לשנים כשורת הדין. Mit anderen Worten: Dort, wo die sublimsten ethischen Anforderungen persönlicher Selbstzucht in Frage stehen, lassen sich keine festen, allgeincingiltigen Normen aufstellen. Hier hat immer in jedem Einzeltall die betreffende Persönlichkeit über ihr Verhalten zu entscheiden. Zu den an dieser Kamhamstellc aufgezählten Fällen gehört auch der folgende; או שירכה כשחיק או כאכילה ושהי- אצל עדי דארין ־ביניהן ein durch Tlmragelchrsamkeit und Frörnmigkoit ausgezeichneter Mann muss in seinem gesellschaftlichen Verhalten, in der Unterhaltung, in •Speise und Trank, die erfor derliche Distanz zu wahren wissen, um keinen Anlass zu חילול השם zu geben. Wie gross die in jedem Einzeltall zu wahrende Dis-