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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 9 (1917) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
9 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 14)
Language
German
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270 Zum 11. Jahrbuch der Jüdisch-Literarischen Gesellschaft. doch viel einfacher und ungezwungener auf eine Kr"*: an Ort 111111 Stelle sich beziehen. II. Hören wir den Herrn Verfasser weiter: .Nun kommt -aber der Kritiker mit einem :inderen Kinwand. Las, was ich angebe, dass ein Q2n v״״ einem Stück, das durch seine Entscheidung כשר wurde, kein Flriaeh kaufen soll, das sei kein tu sondercs הירוק?, das aei ein einfacher דין, dazu braucht man nicht Hab 7u sein, um sich davon fern zu halten, denn es steht dort in t'hulin 44b 'הרחק דן הביעיי בו■ Mit diesem Einwand geht eg mir eigenartig : er kommt mir 80 gelegen, wie nur möglich. Jeder, der meinen Aufsatz gelesen hat, musste sich doch sagen, durch die Erklärung, dass Rah nur dann seine Vorsicht der sofortigen Bezahlung gebraucht hat, wenn er das betreffende Stück Vieh für בעיי erklärt hatte, habe ich mir die Sache erschwert; denn von diesem Vorbehalt steht nichts in den Worten Kalis. Ich hätte doch einfacher sagen können, dass Rah bei jedem Einkauf -von Fleisch su riguros verfahren ist, auch wenn er nicht darüber ״gepasskeut* hatte. I)as ist ganz richtig; aber ich hatte im Moment des Niedersebroihens Bedenken zu sagen, dass auch in einemsolchen Fall ‘הל"1 ה angshen soll, weil die ברייקא t'hulin 41b nur von דן אק הדין spricht. Dieses Bedenken habe ich in der vorhin erwähnten Neubearbeitung fallen gelassen Nun kommt mein Kritiker und ruft aus: .Lud eines solchen Mindestmasses an Hut vor ‘חלול ה hätte sieh רב als eines Beispieles von besonderer Achtsamkeit ruh uen ^Men V“ Kür די verlangt er ״sublimere חשך Möglichkeit m“. l'mso hesser| sage ich Ich halte ja nur behanpt.en wollen, dass in solchen Fällen der Tatoestand des 'חלל ק gegeben wäre. I in aber jeder Missdeutung aus dem Wege zu gehen, — da die I.eute docli nicht wissen konnten, ob Rah tu die Lage gekommen war, über das bet redende Stück eins Entscheidung zu fällen oder nicht - hat er als ירא דאהרא. «hissen Ent- Scheidung vorkommendenfalls angerufun wird, sich überhaupt zur Regel gemacht, ein tür allemal beim Fleischeinkauf Barzahlung zu leisten. Damit er weit mehr getan als, was in Chulin 44 h gefordert wird, und er hat dadurch sine ״sublimere Auffassung* über ‘חלול ה bekundet Eine Stütze tür meine Auffassung, dass der Verdacht von Seiten andorer Leute und nicht von 8cite11 d.s Metzgers zu befürchten sei, fand ich nachträglich im Kommentar des ^ר' ה;נא in der Wilnaer Talmudsusgabe. Er schreibt zu unserer stelle: דאהי לדימי אנא חדהיח ליד רשקיי1 בשיא ב^א דט' L>i<׳ Leute werdeu sagen; ich sah, wie Rah Fleisch ohne Bezahlung ge- Dommsn hat“. Auch in den ח^כית הרי״ץ ניאק «d. Hamburger S. ב״ן lautet die Erklärung ähnlich. Mit Rascbis Erklärung lassen sich diese Worte nicht in Einklang bringen. Zu der von mir vorgesrhlugcncn passen sie ganz gut.* Der geehrte Herr Verfasser gehört 7.1t den bedeutendsten Talniudkeuuern * des deutschen Judentums, daher müssen tvir ihn

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