Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 9 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 12)
- Language
- German
- Belongs to
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Ml '/.um 11. Jahrbuch der Jüdiach-Literarisrben Gosel!schalt. •len Verfasser, das Wort לאלתר im Mumie Kaws anders als in seinem gewöhnlichen Sinne, als ״sofort־, d. 11. unmiltelliar naeh dein I’leischeinkaul, zu verstehen, statt durch Verquickung der lieiden Aussprüche von Kaw und Ahhnji eine Schwierigkeit zu kon• strmeren. fiir die der Gemaratext auch nicht die kleinste Handhabe bietet, .ledoi h abgesehen \on dieser ganz willkürlichen und unbegreifliche!) liiterpretationsvorschiebung fällt ja Herr 1 >r. Khrentreu bei seiner Krhläruug des Ausspruches von Abhaji mit einem Male ganz aus der Holle. Worauf läuft denn die Krkliirung. ^die der Verf. im Gegensatz. zu Haseln bietet, im wesentlichen hinaus? Auf eine rchertragnng des Verdachtes, von dem C'hulin 44b die Hede ist. aut .lorna Mia. Die Talmudsteile in t'lmlin handelt von dem Verdacht, «lass ein Tür eine erlcicHternde Kntsclieidung ronr'Metzger mit I,reiser111nssigung belohnt wird. Wir sind nun der Meinung, dass dieser Verdacht auf Jmna H<ia nicht übertragen werden kann, weil dann di!• I'nterscheidung /.wischen א־דא דתנע־: und ,הבע ns uiclit angängig ist, denn um diesem Verdacht vor zubeugen. muss das Geld überall sofort bezahlt werden Nun kommt Herr l)r. Khrentreu und will nachträglich erklären, warum nach seiner Auflassung unserer Talmudstelle Joma Ntia ilic L uter- ־'cheidun״ des Abhaji ״klar und einleuchtend" ist: Nur באתרא דל*א ר,נע<. wo gleich beim Kinkaut bezahlt wird, merken die Mitkäufer, dass Kaw von der ortsüblichen Be/ohlun ״fl weise ah• weicht, dagegen א:־א דת:ע־:, wo die Bezahlung erst nachlrägliuh und Mich coram puldico erfolgt, da könne ein Verdacht nicht ent stehen, selb־•! wenn Kaw die ihm vorgelegte Keclmung nicht sogleich honoruTi. weil dies ein Iiitcrnum zwischen dem Metzger und seinem Kunden bleibe und nicht in die t tITentlichkeit dringe — da. hat denn der geehrte Herr Verfasser urplötzlich vergessen, dass es sich in t liiilin nicht um den Vt rdaelit einer Abweichung Aon der ortsüblichen Hczahlungswcise. sondern lediglich um den einer Gewährung von I’rc isormässigung handelt? I ml merkt denn der Herr Verfasser nicht, dass er mit dieser uns ganz. 1111 \crstämlli(dien Ignnrirung des Kernpunktes seiner Hypothese den \ erda! 111 erweckt dass er selbst einen Ausgleich der l’cber tragiing de» Verdachtes von t'lmlin aut .loma mit dem Ausspruch