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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 8 (1917) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
8 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 21)
Language
German
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Soziale Ethik. 24S zu werden. Die Frau, die uicht zur Ehe kommt, leidet mehr als der zur Ehelosigkeit verurteilte Mann. Diese Sachlage darf kein Jude übersehen, der praktische soziale Ethik treibt. .4־ § Wer ist bedauernswerter; der Hungrige oder der, Kackte? Der Hungrige. Erst ist der Hungrige und dann in zweiter Linie der Nackte zu versorgen. Der Hungrige hat auch den Vorzug, dis» er bedingungslos und ohne Aufschub gespeist werden muss, und Niemand i<t berechtigt, erst festzustellen, ob er auch des Brotes würdig ist. das ihm gereicht wird. Der Hungrige muss ohne An• sehen der Person versorgt werden. Nur bei dem Werke der Nacktenbekleidung erlaubt das Gesetz, sich zu vergewissern, ob das Kleid auch die Blosse eines Würdigen decken wird. § 5. Die Rangordnung Kohen-Lewi-Jissroel gilt auch für Zdokoh; wenn es nicht möglich ist, in einer Schar von Armen alle zu ver• sorgen, dann geht der Koheu dem Lewi, der Lewi dem Jissroel Vor. Ein בהן עב האיץ stellt einem סמור היימיר חכם nach. Stellt man vor der Wahl, einen תלמיד הכם zu bekleiden oder einen עם הארץ zu speisen, dann gebt, obwohl es im allgemeinen umgekehrt ist. die Pflicht der Bekleidung der der Speisung voran, vorausgesetzt, dass dem עם האיץ durch diese Zurücksetzung nicht die Gefahr des Verhungerns droht; vor Lebensgefahr tritt, wie überall im Gesetz, jede andere Rücksiebt zurück. Wie mau sich zu verhalten hat, wenn der Anspruch eines חכם TCur mit dem eines Verwandten oder Nahestehenden kollidiert, das ist ein ebenso interessantes, wie schwieriges religionsgesetzliches Problem, zu dessen Klärung ein Vergleich mit ‘ח"מ כי‘ קע״ה כעי erforderlich ist. Im Anschluss an diesen Paragraphen liegt cs ualic, die Frage zu prüfen, ob die soziale Ethik auch wirklich ein uctitrales Gebiet ist, auf welchem sich Orthodoxie und Liberalismus gemeinsam und friedlich betätigen können. Hier sei Idos die Tatsache unterstrichen, dass denn .doch angesichts der Entschiedenheit, mit welcher das Gcset7. das Banner der Thora auch in der sozialen Ethik aufptlanzt, das Verhalten der sozialen Ethik des Judentums zu den religions

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