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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 8 (1917) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
8 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 17)
Language
German
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Soziale Ethik 241 ׳f ' §J5. Die Grenzen, die das Gesetz der Wohltätigkeit nach oben steckt, lallen mit dem Tode des Besitzenden fort. Bei der Verfiigung, was mit dem Vermögen nach dem Tode seines Besitzers geschehen soll, sind die Interessen der Erben mit denen der (Jesamtheit auszugleichen. Auch darüber gibt es im Schulchan Aruch bedeutsame Winke, die von Besitzenden, die ihr Testament machen, beachtet werden sollten. § 16• Beim Zdokohgebcn mach ein freundliches Gesicht, sei heiter und herzlich dabei. Zeige dem Annen, dass du seine Armut mitlühlst. Mit Worten des Trostes bahne dir einen Weg zu seinem Herzen. Machst du beim Geben ein griesgrämiges Gesicht, dann entwertest du nicht Idos deine Spende, du übertrittst auch das Thoraverbot ולא ירע לבבך dabei. Bist du selbst nicht vermögend genug, um eines Armen Bitte 7.u erfüllen, dann schrei ihn wenigstens nicht an, dann sprich ihm freundlich zu, damit er wenigstens deinen guten Willeu merke. Gar mancher hält sich für einen Wohltäter, obwohl einmal auf seinem Grabstein die Worte aus Hessings Nathan stehen müssten: ״Er gab so unhold, wenn ergab; erkundigte so ungestüm sich erst nach dem Empfänger; nie zufrieden, dass er nur deu Mangel kenne, wollt’ er auch des Mangels Ursach wissen, um die Gabe nach dieser Ursach filzig abzuwägen". § 17. Wer andere zum Geben veranlasst, erwirbt sich damit ein doppeltes Verdienst. Sein Verdienst ist’s, daBs der Gebende gibt, sein Verdienst, dass der Empfangende empfängt. Nebenbei pflegt er auch bei unholden, filzig abwägenden Gebern der Blitzableiter zu sein, der für den Armen die ungestümen Erkundigungen nach ״—des Mangels Ursach aufTängt. § 18. Beim Zdokohgeben unterscheiden die Weisen acht Stufen, die vom höchsten Grad des sittlichen Wohltnns bis zum niedrigsten hinabführen, wo Zdokoh noch gerade Wohltpn ist: 1. Wenn du einen wirtschaftlich Sinkenden vor dem Fall bewahrst, indem «lu ihn durch ein Darlehen, durch Arbeitsnachweis

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