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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 6 (1917) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
6 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 27)
Language
German
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Das» jüdische Kriegsrecht un<i die Krau. 1‘*1 damit kommen wir zu dem zweiten olien erwiiimten Punkte — ein Punkt besonders berücksichtigt werden. Kine allgemeine Hin- Stellung der Krauen Jn den Kriegsdienst könnte neben sehr vorteilhalten auch missliche Folgen zeitigen, Wir hemerkon bereits heute, wo die Krauen von den eigentlichen Mannschaften des Heeres fern gehalten werden, eine unerfreuliche Erscheinung. Die unerlässlichen Pausen und kampflosen Tage, die die Soldaten zur Erhaltung ihrer (Gesundheit notwendig hatten, haben durch den dadurch möglichen Geschlechtsverkehr mit Frauen bei einem an7 sehnlichen Teil der Mannschaft Geschlechtskrankheiten verursacht. Noch \iel viel schlimmer stünde die Sache, wenn Krauen und Männer gemeinsam an der Krönt zu kämpfen hätten. Der Kriegsdienst der Krauen musste daher im biblischen Altertum, sowie in aller Zukunft hei genauer Erwägung dieses Monn uts geregelt werden. Diese beiden Punkte: die Heranziehung der Krau zum Kriegs• dienst, sowie die Furcht vor Geschlechtskrankheiten hatten für Israel noch eine besondere Seite. Wir kommen damit zur Betrachtung des dritten von uns!dien angeführten Punktes. Die um Pnliistinn wohnenden Völker hatten den Brauch, die Frauen mit in den Kampf zuführen. Der Zweck dieses Vorgehens war aber nicht die Verteidigung des Vaterlandes durch Wartengewalt, sondern, wie aus mehreren Stellen der Bibel klar hervorgeht, um die (Gegner zur Unzucht zu verleitenund auf diese Weise die Opfer entweder gefangen zu nehmen oder ihren Wünschen gefügig zu machen. Blättermeldungen nach soll in Mailand ein ähnliches Schauspiel vor Ausbruch des österreichisch-italienischen Krieges eine gewisse Bolle gespielt haben. Ein ganzes Dirnenheer wurde mmi der Entente hierher losgelassen, damit es sein Unwesen treibe. Bei der Anordnung der Schnlz.massnahmen für die Krauen 'und gegen die (Geschlechtskrankheiten mu-'te der biblische (Gesetzgeber auf das erwähnte heidnische Vorgehen besonders sein Augenmerk richten. Denn mehr noch als dies heute schon der Kall ist, hieng von der weisen Kegelung dieser Sache das Wohl und Wehe des Volkes und des Laudcs ab. Wie wir weiter uachweisen werden, schreibt die biblische

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