Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 4 (1917)
- Issue
- 2 (1917)
- Date
- 1917-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 84% known words query
- IRI
…/4900572-5964860-5964935--1336-4901863- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
2;י .I.odi, 113* gelobte Land*. Moritz merkt gar nicht den Stachel in all dienen Bemerkungen. und. Worten; woher soll auch ein Jude ein Kmpliuden liir solcfe . . . Kleinigkeiten, nach der ni! htjüdischen Auflassung, hernehmen! Wulilgcmerkt, Moritz, ist Ahsolvent einer lloehselnde, selbständiger Kaufmann, den reichste!« Kreisen in Lodz verwandt — alter für diese ni! htjiidische Auflassung kommt das Alles nicht inhe* traelit; wold die!teste Ald'uhr, die die Nichtjuden den jüdischen Assiinilanten gelten können, dass sie ihnen trotz intimsten Ver* kehre« und Aufgehens im nielitjudisehen Lehen dennoch kein Khrgetüld 7.11gestehcn wollen. Die Fahriksgründimg wird abgeschlossen; nebenbei wird aber noch etn (iesehält durehgefiihrt, und zwar ein Verdienst infolge Preissteigerung, deren Kenntnis.« sieh Itnrnwiecki durch .Missbrauch einer Nachlässigkeit des Mannes seiner jüdischen (■clicbtcu sieh verschalt hatte. Der Pole bi»• t• t diese Kenntnis dem Juden 7.11m Ausnützeu an; Wold deshalb, weil er sieh ausser Munde fühlt, es seihst dinh/utuhren (S. 74; was aber den Autor nicht hindert, dieses als Heldentat seines lhil'oXMCi'kl lllli/.ustfDen. 9 Moritz, dem au« dem (iesehält der gleiche Verdienst wie dem llorowieeki gesichert ist. kommt aber nach diesem ganz, uuverhohlen und unverdienten («dicke dein Ltnmw 1eeki mit der Frage: ,,Was bewilligt Ihr mir tur die 1 )irsnitiihrung des (icschäHes,!,*י ,./.unaehst die gewöhnliehe Provision tur den-Kinkaul'. Später können wir uns ja einigen". ,.Zahlt mir gleich was an. Ich werd' F.ucli eine genaue Keehiiiing. des Verlustes vorlegen., den ich infolge meines Autenthalte« in Hamburg erleide, des Verlustes in meiner Agentur, die ich eben während dn-scr /.!׳it nicht tulircn kann.'‘ ,.Schwein.■‘ sagte Ma\ der Deutsche und Mitglied des Kleeblatte« zum drittenmal ...... ..Komm Moiitz. ich geh' Dir einen Kuss zum Abschied. Na also,'leb' wohl. Kerl, mul best Imiiiggl■ 1111« nicht.‘• ״Als ob dich jemand bescmuggeln könnte‘‘ brummte Moritz mit einer gewesen Trauer. ״H1«t ein guter Kerl, Moritz, aber auf eine Meile sieht man dir «len Sclnndieier all." Selbst\e1«tändlieh( nach der Tendenz dieses Huches, geht Moritz «(dort daran, die ihm von liorowieeki zuteil gewordene Sache, allein, oder ׳zumindt st anderweitig und ohne liorowieeki aiis/iiiiut/en; aber nach genauer!iiisicht m seinem jüdischen He. kanntenkrei««■ k!> y«l atiert er. dass er uicmnndcm seine Kenntnis der Preissteigerung mitteileu kann : sie wurden alle, ebenso wie er, und gegen 11m. d. h ohne 11m, daun die Sache uusnützen. Km»■ eigenartige Charakteristik jüdischen (icschättsgehuhrcn* — wie sie sieh m iiiehtjudist'heni Spiegel ausuimmt.