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Jüdische Monatshefte · 1917-01-01 · 2 (1917) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
4 (1917)
Issue
2 (1917)
Date
1917-01-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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״Lodz, da■ gelobte!.and״. CI Roman; am Anfänge de« zweiten Buche« funktioniert schon ein Teil dieser—Fttlirtk und-־־die VoHendung ־dersclben־~scheint imhe zu «ein; am Ende dt*« Romane« ist die nur teiweise in Betrieh gewesene Fabrik abgebrannt, wobei der Pole hei der Firma und dem Re«te der Ruinen verblieben i«t. K« wird angedeutet, das« dieser, der ״Edelmann“ Bomwiecki, die Fabrik in Betiieb setzen wollte, mit Geld, nicht durch Tüchtigkeit und Fleins erworben, sondern durch Verkauf des Adel« und des Junggesellenleben« an eine ״beschränkte“ Deutsche, die mit ihren Millionen den Helden und-die Geschichte des Romane« rettet. Wäre nicht der eine des Gründer-Kleeblattes — der Verfasser zeigt ' ein grosse« Vorliebe für die Konstruktion der dreifachen Parallelen — ein Jude, so müsste man sagen, die ganze Beschreibung der Juden sei hier an den Haaren herbeigezogen; allein Moritz Welt ist Jude, und nun muss das gesamte jüdische Milieu heran und dargestellt werden — und auch dieses, und nur dieses allein, soll die Aufgabe der folgenden Ausführungen sein : damit mau es sehe und wisse, wie die sögenannten tüchtigsten und besten Kenner, wenn sie aus nichtjudisehen Kreisen stanimeu, über Juden und Judentum fabulieren. Moritz verkehrt in der gemeinsamen Widmung direkt freundschaftlicb mit Horowiecki, mehr als kollegial; was aber den letztcren nicht hindert, selbst bei liartnlosen Auseinandersetzungen zu ״Ich bin Arier, und du Semit. Das ist die Krklärung“ (Seite ti'J); wobei nach Rcymonts Auffassung das edlere Denken und bessere Tun vorausset/.ungsloses Vorrecht des Polen gegen• über dem Juden ist. Horowiecki meint iS. 7u): ״Ich will Geld machen, aber für mich hört die Welt nicht mal bei den Millionen auf, und du siehst wegen und kommst zu ihm durch Rücksichtslosigkeit, ohfie" die um die Mittel zu scheren*'. ״Weil jedes gut ist, das dazu verhütt" (meint Moritz im Sinne ״der berüchtigten 1.0117er Grundsätze und seines Freunde« Horowiecki, der zu seiner reichen Frau über seine fmhere polnisehe Braut gelangt, nachdem er der letzteren, die noch obendrein eine Cousine von ihm war, die Mitgift genommen und in seine Fabrik hineingesteckt hatte). ,,Das ist eben semitische PI11lnsn|d1ie" repliziert Horowiecki, wahrscheinlich itu Sinne der Auffassung!!es Autor» und des grössten Teiles der Leser, für die dieses Huch bestimmt ist. Dabei lallt es aber weder dem Autor und noch weniger dein Leser ein, dass dieselbe Hemeikung zehn, zwanzig, ja hundertmal zu den verscliiedensteu in diesem Huche selbst angeführten Handlungen vuu Polen und Deutschen_in jede.u*Beziehung passt, wiewohl diese Handlungsweise 4»ls eine jüdische ipialitizicrt wird. 84

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