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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 10 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
10 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 16)
Language
German
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W2־. Zimi jU'lisrlien Kberecht. soweit sie von der Bibel selbst nicht als ungesetzlich bezeichnet werden, gelten ilir \<>rt>il<iIiv 11 Nicht mir ilie religiösen und kulturellm Bestimmungen. sondern auch die Jurisdiktion. alle Streitigkeilen werden nach ׳len Kiitscheidungen v״n Bibel und Talmud geschlichtet. Beruhte nun die erwähnte Behauptung auf Wahrheit, so dürlle eine gewisse Schuld des Judentums an den traurigen Zuständen i׳n Osten nicht ganz ahzuerkennen sein. Denn wenn auch der ungchliclH׳ FrniienvcrkauT in der biblischen Zeit״ nicht wie dies heute der Fall, zu unsittlichen Zwecken geschah, vielmehr soll nur die Kingehnng der F.he auf einem Kaufvertrag beruht haben, so würde doidi das Faktum als solches, dass die Frau durch Kauf erworben, einen sittlich nachteiligen Kindruck bewirken. Kim■ weitere Konse1|uenz des Frauenverkaufes würde die niedrige Stellung der Frau innerhalb der Khe sein. Ifenn wo der Frauenkauf tatsächlich eingefiihrt war, da war die Behandlung der (!attin eine minderwertige. Sie wurde eben als Kigentum des Mannes betrachtet und demzufolge auch ihm schutzlos preisgegehen. In der-Tut suchen diese Forscher verschiedene Besetze und Maasnahmen im Judentum fcsiz.ustellcu. die die Frau sehr benacliteiliircn sollen: wie wir weiter -eben werden, wurde der Sinn der hcirertenden Besetze von diesen Wissenschaftlern unrichtig erfasst und nur dein äusseren Anscheine nach beurteilt. Wir werden weiter in einem besonderen Kapitel die anscheinend die Frau benachteiligenden Benetze und Massnahmen des Judentum! niiln r besprechen Zunächst möchten wir hier die Argumente, die für den Kaut der Frau in der biblischen Zeit angeiiihrt werden, genau prüfen. Dies eine darf jetzt schon als feststehend betrachtet werden: dass wenn dem wirklich so wäre, dass es einen Frauenkauf und vi r-ehiedtie zurü! ksetzemle (׳״setz׳ im lüldisch-talmudisehen Judentum gegeben hätten, die Frau sowohl wie atirh die jüdische^FamiliÖ demoralisiert worden wären. Wie über alle Massen erhaben aber der sittliche Stand Israels in der hiblisch-talmudischen Periode war. dafür gibt das diesbezügliche l’rteil eines christliehcn Belehrten beredtes Zeugnis Hans Wagner meint : ״bas jüdische Volk hat seitn• ScxualitütMahrtausende laug gesuud erhalten, einen Familien

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