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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 7 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
7 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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l»ie Wurzel de* Kriegt•*. IS׳: iles Keelits in synthetische Kinlieil zusammen und gield ihnen die Normen ihres Verhallens ztr einander. Nur wo Kechtsgemcin- »«•halt ist, ist das Keeht aueh wirklieh ״gefunden" .Nur wo die Kinzeluen (individuelle oder Staatsein/.elin׳) sieh als Glieder dieser I;echtgemcin8chaft begreifen und als Glieder dieser Gemeinschaft das dieser Gemeinschaft gemässe suveräne Keeht zu finden sieh bemühen. da können die Resultate dieser Mühe als- Ueehtssatze gelten, die zwar inhaltlieh nicht immer ״richtig" zu sein hrauehen («leiin Irren ist aueh hier n1eusehlieh!1. die aber formrll den Keelitseharakter tragen und der Weihe und Heiligkeit des Keelits teilhaftig sind*;. .So weiii^ wie die Keehtssiitze erfunden werden, so wenig wird die Kcehlsgenieinsehait geschaffen, konstruirt. kiinstlieh aufgchaut. Die Kcchtsgcmeinschaft ist da. genau so wie das Keeht da ist. Nur anerkannt will sie sein, gleichwie!las Keeht gefunden und heaehtet sein will, l’eherall. wo Menschen sind. lasst die_Vern 1111M—sie—zm—Keehlsgemcinschalt zusammen und gicht ihnen die iuhaltlieh natürlich nach /eit und l'instanden ן!•- weils verschiedenen) Reehtsgemeiiischattsrrgchi. Ks ist letzten Kndes lediglieh eine Kultiirlrage, oh das IG• wiisstsejn dieser Keehtsgeineinsehalt in den jeweiligen Zeitgenossen vorhanden ist oder nicht. Die Kcchtsgcineiuschatt ist ein veriiunttgehotciier Kidturwert, genau wie die Znsammentassuiig alles Seienden im KegritV der Natur, die Zusammeufnssung alles Geschehens im KegritT Geschichte. l’nd wie dem kulturell unentwickelten Menschen «las Seiende nichts ist als eine regellose Anhäufung von Siniieseindrücken. Krlebrn ihm nicht mehr bedeutet als Würfelspiel des Minden Zutalls, so mögen ihm auch, seihst wenn er die svnthisehe Kinigung der Staatsgcnossen 1 in Kinrclstaut bereits anerkennt, diese Kin/elstaaten selber nun als zusammenhanglose Monaden, als beziehungslose Substanzen, kurzum als Suveräne erscheinen. Mit solchem ist schwer zu streiten. Seiner kulturellen Weiterentwicklung ist mit Geduld entgegenzuharren. Kein grösserer Widersinn, als die <!! oft gehörte Behauptung,!lass das ״Völkerrecht" zwar nicht ״erschöpfend" die Beziehungen der Staaten zu einander regele, aber doch eine Reihe von Interessen seiner Ordnung unterworfen habe. I her die ״I.licken" des Völkerrechts wusste mau *ich bald zu trösten. Das Völkerrecht »ei eben noch jungen Datums historisch gewiss talseh'1, sei muh 111 Kntwicklung hcgrilTcn, müsse vor- und umsichtig .ausgchuiit" werden Ja, mit einer gewissen Genugtuung rühmte mau sieh gerade * I>»s ״Völkerrecht 1*1 nicht!1.1■ suveräne Keeht einer Kerht*V1׳>e1n seliatt, *oiulcru lediglich übertinmnimicnde Willkür von Suvcrknen.

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