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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 7 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
7 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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I *ie Wurzel des Krieges. ‘.'1H selber \<>r. Mit Su v<׳r:i 11 «■ 1• weiss da.« Recht schlechterdings nicht<> :11./ווו län;:cח Ks keimt nur Ker 11111111 e rvv״rle 11 <•. Wenn suver-;ine Staaten miteinander Vcrtr:'i״o •schliessen. s״ lie״t in diesen Verträgen. da eben die'Slnalcn su\ei;in bleiben wollen 111111 ihrer Fniwandlini;; in Kcchtmiteiwoilciic 11 >1<י entziehen. lediglich der Aufdruck!!es Vorhandenseins t :11 sä eli li eher W i 11 e n s ii he re i 11 - stimm 1111 e Ihre (Seltuii•; וי )■reihen diese Verträge nielit von einem .ii h e. r den > 11 verauen Staaten stehenden Recht.- sondern-dedi•׳lieh von dieser Willciisiihcrcinstimmmi{: her. Ks maj; dann unanstä ndi{׳ sein, das {׳}•!׳ebene Wort zu hreehen. der Worthrueh m;1{' ethiseh vcrwerllich sein: rechts w id r i{׳ ist er nielit. Wir hal!e 11 his heute kein internationales Keelit. sondern im nllnrheslen Falle eine internationale Ktliik. Das Recht lässt ehen nielit mit sieh spassen. Kein Keelit ohne Keelitnnter• wcrfim;׳. Keine Kcchtmiterwcrfiin•: ohne l,os(:e|i'>!5theit mhii /iistimmenden Willen der Keehtimterworlenen. Der Rcchtunlerwor• lene {׳!•horcht nielit deshalh, weil er es so liir richli{׳ hält oder weil er sieh 7111' sein Wort liir {.׳chundcn eraehtet. sondern er {re horcht, weil er sieh dem ahsolnten ‘ heisehenden Willen des Hechts unterwirft, das ihn wie den (■epier in gleicher Weise umfasst und ans hehlen Keehtsiintertanen macht. Für den suver-;inen Staat {:iebt es kein andeies Keelit. als das \on, ihm selber {׳esct/.tc. Kin ii h e r ihm stehendes,, ihn wie die andern Siiveränc absolut bindendes Recht erkennt er nicht an. Ich weiss. dass man mir das sogenannte ״Völkerrecht* ent- {re^enhalten wird. Ich weiss, dass man I'ru{׳ei1 wird, oh ich denn etwa das ״Völkerrecht“ als Keelit deshalb nicht gelten lassen will, weil es nicht zwangsweise durchführbar sei. Ich kann <11*111 aber immer wieder mir ent;»׳e;jonha!ten. dass es für mich eine Verkennmi{.׳ des l'rohlcms bedeutet, wenn man die ״Schwäche" des ״Völkerrechts‘• lediglich in seiner mnmrelhatlen V c 1 u 1 r k 11 c 111111!;s 111 ״ c - liehkeit erblickt. Ich lehne das jet/ti^e Völkerrecht als ..Keelit" ah. weil es dem He{.׳rilT des Keehts schlcchtcr!lin{:s nicht xu suhsinnieren ist Die Rechtsnorm ist etwas unendlich Höheres als die vom T:1{:es/.ufall diktierte Willeiisüherein-timmunj:* . Rechtsnorm ist die alisol 111en (iehorsa m heischende s 11 verii ne N orm so/ialcn Verhallens. Die {׳ewillkiirte Norm ma•: sich Melfach mit der Rechtsnorm decken. Aber das F.i{׳cntl1chc. das Wcseiitliehe der Rechtsnorm liej;t eben {;nr nicht in ihrem Inhalt, s!!n «lern in ihrer Form Die ״ewillkiirte Norm wird erfunden <}ie Rechtsnorm ledi{;lich!;efmiilcn o«ler, wenn so sup-n will, ent deckt. Von Kwlpkeit /u Fwi};ke1t lässt das Recht die Subjekte *I Oder eine allcntballicn vorhanden!• e I 11 i s <11 ׳ c Fcberzeupin(; 473 3112

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