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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 5 (1916) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
5 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 23)
Language
German
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1ו.י» o»tj'Misct1<׳ IDlsol. IM kommt das ganze naive Krstauncn der!lern nstjiidischen Rätsel gänzlich fernstehenden Kreise /um klaren Ausdruck. Mislier vcrstand inan die Ostjuden nicht Idos nicht, man kannte sie nicht einmal. Man hatte keine Ahnung, dass es dicht vor unserer Tftr ״so etwas“ pht. . . F> ist aber freilich nicht so leicht, dieses .so etwas־, dieses huntc (iemi.seh von heimelig; anziehendem und schroff :ihsto.'scndem richtig zu verstehen, und mau kann nicht gerade 11ehau|1ten, dass es dem genannti n OstjudenHoftc durchweg ge hingen sei, die Krwartiingen. mit welchen man an seine l.ekthre_ herantritt, zu erfüllen. Ja, es ist imeli sehr die Frage, oh dieses_ Heft von der richtigen Seite aus die Lösung des ist jüdischen Rätsels versuchte, oh es die richtigen Männer waren, die ihr nichtjüdischen Welt das Ostjndcntiuu zu erschliessen sich unterfingen, und oh der Schaden, der aus den l’nzuläiigliehkeiten des Heftes erwachsen kann, den Nutzen, den das Zulängliche in ihm vielleicht stiften könnte, nicht ühorwiegt. _Sehen wir trleiclL den ersten Aufsatz• l)ie—Rcdcntimg der- Ostjuden tiir Deutschland von Adolf l''riedemaun. Wenn es da heisst: ״. . Die grosse Menge aber hat sich zu den Heiligtümern des altjüdischen Schrifttums geflüchtet,!las liehen den rein religiösen Abhandlungen die überlieferte Weisheit langer Reihen von (je■ schlechtem in sich schloss. So ist eine seltsame Kulturmisehüug entstanden. Das (Joliirn des östlichen Juden beherbergt liehen den |1hil0so|d1ischen Traktaten des Maimonides, talmudiseh-iuristischeu Kragen und religiösen Vorschriften ohne Zahl stets deutsch•׳ Kulturelenicnte, oft deutsche Klassiker. mapxistische (••׳danken, eklektisch aufgenomiucne Kulturhrm kt׳n aller Art. Diese aber vermittelt durch das Deutschtum“ glaubt da der V erfasser wirklich, seinen nicht jüdischen Lesern einen deutliehen Kiuhlick in die Heiligtümer des alt jüdischen Schrifttums und in •las (ieliiru des östlichen .luden \erschallt zu halten? Was der Talmud den Ost Juden ist. wird kein Nichtjude ■!•׳iiials verstehen, wenn er nichts anderes erfährt, als was m diesem Aufsätze enthalten ist. Schon die l’iiterscheidung zwischen rein religiösen Abhandlungen und der überlieferten Weisheit langer Reihen von (ieschlechtern giebt ein falsches Mild, denn in den Heiligtümern des nlt|iidischen Schrift-

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