Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 5 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 22)
- Language
- German
- Belongs to
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I>.l* * OHtjlllllscIlC K.lllM'l. IN» Weltlichen. «1«••* Staatlichen. »Ich Nationalen im haute der Zeilen ו1»וא bescheiden musste. Wenn wir .luden darum aueli die intimsteil Ktm>t|nnen und letzten Mot׳\ationen des eliristlielien Aliernl malils. der Wethnachl^Mer usw. aueli niemals restlos verstellen werden, so kann uns 1n>ch der deutselie Christ nieht d< 811:1111 als ein verschlossene» Huch Vorkommen. weil uns seine Itcligjou fremd ist. denn »lies!• Kcügion verzehrt sein Innenh-hen nieht ■ranz,!las deutschen Christen und deutschen Juden Gemeinsame tritt uns aus der Seel■■ ries Christen nieht als etwas mit Anderem Ausgcglirhclies, nieht als Miseh|>r<tdukt, sondern als Origiuiil cnfgegeTf Aiicli in seitu-r Konfessionsschule lernt <ler Christ seine Konfession nur als eine Mar hl nehen anderen Machten kennen. In 11»*r jüdischen Konfessiiinsschule Wird rlie Konfession auf den Thron der Alleinherrschalt erhöhen, die jede andere Macht in trihutpllichtige Ahhangigkeit jocht, vorausgesetzt, dass, cs der Schule möglich ist, sich mich Massgahe der pädagogischen Normen ihrer Konfession zu organisieren. Für den deutschen Christen* ist es so schwer, die Seele des deutschen Juden zu ergründen, dass man wirklich neugierig sein kann, wie die hisherigeu Versuche, dem deutschen Christen die Seele des polnischen Juden iiahezueriiigeii, wohl beschallen sein mögen. Stehen doch seihst die meisten deutschen Juden dem ■istjüdischen Wesen wie einem Ihitsel gegenüber. ״Für die einen sind die Ostjuden von Natur aus Kugel, die durch die russische rnterdriiekung einige unerfreuliche Kigenschaften angenommen haheu und nur in die richtigen Verhältnisse ge- * bracht werden müssen, um so zu strahlen, dass alle Nichtjuden in ihrem Clunze herum laufen können; für auderc sind sie ein (!egenstand des Absehens, den man sich müglieht weit vom Keilte halten muss . . . Wer aber unbefangen an das Studium der Ostjuden herantritt, dem tut sich eine Welt auf. so eigenartig und seltsam, w ie keim׳ in Kuropa und wenige in anderen Krdteilcu Wir hatten keim• Ahnung, ■lass es dicht vor unserer Tür so etwas gibt ..." In diesen Kinführungsworteii, mit welchen die Kedaktion der Süddeutschen Monatshefte ihr bekanntes Ostjudenhett herausgah,