Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 3 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 42)
- Language
- German
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106 liegt; i't nicht der Staat seihst, seinem bcßritflicheu Ursprung z.11hdge. Produkt <le« Kechts. und wie darf es dann sein, dass Staat /n Staat mich heilte steht wie Wulf zu Wulf. er. der seinen Untertanen als .organisiertes liecht entgegentiitt?־ ־ Wa*..i>t dem .111• .l. ntnni 11■•■• Sit-e.1 « ■■s i. 1 ■I■■■■■ . .. .11■׳ l.‘1111l»1-1..J.I...■■I...rr der Staaten V Hierzu nun schweigt Wohlgemuth nicht. Iler neunte Aiitsat/. iiherschriehen ״Mer ewige Friede■״, will sich anscheinend mit tliescm Problem auseinanderset/en. Aber gerade ״e״rn die hier vorgetragenen Anx h;t 11 u 11 jzen muss im Interesse des .liidentums schärfste Verwahi ung eingelegt werden. Ks ist unendlich hetriihend zu 'eben. wie Wohlgcmutli sieh im Namen des .liidentums gegen die ״rossen Vorkiin1|der der Humanität kehrt und das Ziel ihrer Sehnsucht als Utopie, ihr Ideal :ils. Schwärmerei denunziert. Nach Wohlgemut!! i't der Friede unter .len Völkern—ein tilück, das mir tintt־ ihnen־ tintigen kann. I »aller kann der ewige Friede im .ludentum auch nicht als religiössittliches Ideal (icltung heans|1rnchen. Kr ist keim• ״Forderung der relifriöseii Ktliik" des .liidentums. Der Cniversalismiis der Propheten hat mit der Verkündigung des niessianischen Zeitalters nichts zu tun. -- Ieh gestehe: Selten ist ein schwieriges Prohlem in kritischer Zeit mit grösserer י thertläehlichkeit hehandelt worden. Statt griindlieber Untersuchung ein Idosses Spiel mit Schlußworten An das unglückselige Wort von der ״F.wigkeit" des Friedens knüpft Wohlgcmutli an. um daraus all seine Thesen ahzutolgcrn. Als ob es sich darum handelte, die Kwigkeit des Friedens zu ״aranticren. und nielit vielmehr darum, die Rechtsgenieiii'chaft der Staaten zu verwirklichen. (Jewiss ist der ״Kwigo Friede" eine blosse Idee, die schwerlieh ihre Verwirklichung linden wird. Das Kode der Zeiten wird ihn uns bringen. Aber i't etwa bloss der ״Kwige Friede' unter den Staaten eine Idee und nielit auch der ״Kwtgc Friede" im Staat'׳ Ist es bis heute gelungen, wird es den Mensehen je gelingen, die Mörder, die Diebe, die Häuber 1 olleiids aiiszurotteu? Hat man aber Me- 4 denken getragen, die Keclitsgemeiuschatt des Staates zu begründen.