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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 3 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
3 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 41)
Language
German
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י ' sich t‘111]tti‘l1len. diesen Aufsatz von Amerika lern 711 halten, da '״!ist leicht unsere ohnedies sehen *״ schwierigen Hc/ichungen /« 'Mikel Sam eine weitere Trübung erfahren könnten. Kn.ist selhstxerstäuillich, dass!nein(* Inkouisr'tu׳ Inhaltsangabe der ersten acht Awfsiit/.e — /.ehn -ind es im ganzen — nullt die mllid'VI'e Vorstellung v״n ilireni stilistischen Wert ■zu geben vermag. Aber schliesslich will doch der Weltkrieg, vom Lichte des Judentumi• lieleiuditet. nicht /.um (iegenstand einer Stiliihung gemacht sein. Die l’r<ddemc. die der Weltkrieg dem Judentum ׳*ntgegeuhiilt, siml so hitter ernst sind dermassen schwierig, dass sie kein Spiel mit Wnrten. kein Sehweiten in (■etiihlen vertragen. Wenn Wohlgemutli sidi lediglich ־ /.um Vorwurf genommen hätte, die (iedanken und (■cfiihle des gebildeten deutschen Juden, wie er sie so heim Kinpfang der einzelnen Kriegsnaehrichten hat, in ästhetischer Form w iedor/.ugeben, so hätte sich natürlich dagegen nichts cinwcndcu lassen. Ahcr den Weltkrieg im lachte des Judentums zu werten, dazu gehört denn—doch etwas mehr als politische — Kannegiessorei, gewürzt mit Zitaten aus dem ״penta• teuchischen (Jeset/." und aus den Propheten Die fnrehtharen Leiden der Kinzelnen stehen nicht einmal im Kern der Probleme des Weltkrieges. Mit Leiden ist!las Ju• denlnin stets leicht Fertig geworden. Ks sieht seine Bekenner seit mehr als zwei .lalirtausendcu leiden. Das ist ihm ein gewohnter Anblick. Aher dieser Krieg rührt, \ielleieht /.um ersten Mal seit der Zerstörung Jerusaleuis. au die Kxistenz des Jiidenlums Wie wird sich seine Zukunft gestalten? Naht die Zeit, da die Lehre in Vergessenheit gerät? Wnhlgemuth schweigt. Wir sehen Staaten einander mit unerhörter Leideiischalt he. kiimpten. Ks heiligt längst der Zweck jedwedes Mittel. Wie stellt 'ich das Judentum zur politischen Moral ' Steht die (ieiueinschaft der Menschen untei anderen <Jesel/e11 als wie der einzelne Mensch? Ist die Kxistcnz, das Wold de» Staates sein oberstes Sittengesotz? Woh Igeln llt 11 scliw eigl. I 11 d dann das Problem der Probleme: die |{ce!1tsge1nciuschntt der Staaten Ist nicht das liecht seinem Hegrille nach ullumfas send, dergestalt, dass es keine ol>|ckti\e Beziehung zwischen Mensch und Mensel! gehen kann, die nicht der Majestät des liech!' unter

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