Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 3 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
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_׳eleitet hätten. Das Fremde gefiel. weil es fremd war mul weil :11:111 glaubte, sich der politischen Freiheit erst dam» recht würdig :1 erweisen, wenn man als Dank das Judentum nplerte. Auf den \ltiiren der Freiheitsgüt/.en opferten die Juden ihre wahre Freiheit ml wurden zu •Sklaven einer fremden Kultur, die ui!• ihre eigene ' erden konnte. Und daher ist die Kefiirchtung sehr begründet ml iles Nachdenkens der berufensten und (■rossten wert, wie wohl las XuHnmmentrctlen der grossen jüdischen Massen des Ostens mit!er Kultur des Westens vor »ich gehen wird, welche Folgen es für sie. liir ihre religiöse und geistige Kntwickliing liahen wird, sollen wir sie sich «elb»t überlassen oder ihnen mit unserer F.r lahrung. mit der Lösung. die wir für da» Thora-Kulturprohlem gelitnden liahen. zu Hülfe kommen? Das ist im Wesentlichen das l'rohletn, das heute einen •׳rossen Teil der denkenden westeur•׳■- pfuschen Orthodoxie beschäftigt und ich möchte gleich hinziifiigcn. auch einen grossen Teil der galizisehen Orthodoxie bis! in die höchsten Kreise der Ohassidimrahbis, mit denen ich über diesen 1'■egenstand zu sprechen Oelegenhcit hatte und von denen der eine. ö r geistig sehr bedeutende und atteh einflussreiche Kabln \ou t'/.ortkow mir einen Auftrag erteilte, den ich in seinem Namen ler deutschen Orthodoxie übermitteln »oll. was ich auch im Kali inen dieses Artikels tun werde. Das l'robleni verträgt auch eine wesentlich andere Fassung, aber versuchen wir vorerst, uns mit dem l'robleni in der Fassung zu beschäftigen, die wir ,ihm gegeben haben und die es ja liir die Meisten haben dürfte. Ist die Oelahr w irklieh so eminent, die der!׳•rossen Masse der jüdischen Orthodoxie des Ostens wo! der westliehen Civilisation. von der nichtjüdischen Kultur droht, dass es nun in der Tat heissen muss: ..Alle Manu an Kord" •1 Vergessen wir nicht, dass in allen Fällen, in denen bisher Juden und Juden tum mit einer Iremden Kultur zusammentrnfen. im Altertum mit der griechischen, im Mittelalter mit der arabisch maurischen und in der Neu/eit mit der tranzosisch-deiilsehcn cs siegreiche, im /.emtli stehende Kulturen waren, die schon etwas Kcstcchemlcs und Kien deinle» hatten, dass es erklärlich, wenn auch nicht \ef/.e1hlich ist, lass sich viele Juden ihnen in die Arme warten War 1:1 die gan/c Menschheit. wie berauscht von!len riesigen Krhdgcn des .Menschen geiste» und namentlich in der Zeit!ler Aufklärung erklärte sich die