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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 3 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
3 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 32)
Language
German
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- Ofi — M1-11M l1h. it tiir mündig und der mündige Mensch erklärte all.•11 höher.-u Machten den Kn.״׳ Nicht nur das jüdisch-religiöse l.eln-ii litt duruiit.-r. sondern das religiöse Leben überhaupt und das Verhänghiss wollte es, dass das Ghettnjudentuni mit einer direkt antireligiösen Kultur Zusammentreffen sollte. Mit gewissen Veränderungen trifft dies auch aiitr.lic Zeitpunkte zu. in denen das Judentum mit dem Hellenismus und d.-r spanisch-maurischen Kultur zusanimentraf.. Kultur. Bildung lii.-ss: Los von Gott. Itie Autonomie des Menschen die Würde der Persönlichkeit sollte alle Religion ersetzen, l'nd dem Ghettojudeiitum getielen die Schlagworte, erstens weil es ja wirklich Schein von Sein nicht unterscheiden konnte uud zweitens weil ja den Schhigworten blendend.• Krtölge der tnensehlieheu Kultur zur Folie dienten. l).׳n Zusammenbruch dieser ganzen blendenden Kultur .׳riehen wir nun heute. Ströme \<>n Illut und Meere von W. I1 und Jammer schrei.11׳ gegen diese Kultur zum Himmel uud als Kehn dieses Schreies wi.lerhallt in jeder Brust ein Seufzer und von jeder Lippe ein durchdringender Schnierzenslaut An Stell.׳ der falschen Propheten sind nun die Jirmijahus getreten, die mit tränenschweren Augen und schmerzdurehznckten Herzen nichts als Trümmer sehen. Ist wm dieser in sieh seihst zusammen gebrochenen Kultur so gar viel fürs Judentum zu" furchten?? Wird man und werden gerade die Ostjuden, die die Segiiung. n dieser Kultur in dieser türehterlicheii. mit allen (Qualen der Hölle erfüllten Zeit bis zur Neige geleert haben, für diese Kultur ihr Judentum pivisgehen? Ktwa tiir die Kultur Albions. das ja sicherlich als das kultivirteste Volk galt, dieses ‘״תניס הנד'־ הי־יב־ן ב'".יך 'א'"*, dieser ungeheueren Seeschlange, die auf ihre glückliche insulare Lage pochen.I niemanden fürchtete und so zum דטה zur Zuchtrute der gaii/eu Menschheit geworden ist? Oder für die Kultur Frankreichs, die nichts als Sittenl״sigkeit und für das gan/.e \ olk das Gespenst des Aussterhens hervorgebracht hat׳' \ «ui einer Kultur, die so kläglich geendet, von einer Bildung, die es niehteininal terstanden hat. diesen nun schon einmal ausgebrodle! en Krieg ein wenig zu zähmen, ein wenig menschlicher zu gestalten, sojlte die Orthodoxie des Ostens so viel zu fürchten liaheti? I tie Hohlheit dieser Kultur durchschallen auch ihre Augen, die hei weitem scharfsichtiger sind als wir aiiuehmeii l'nd zudem wird

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