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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 3 (1916) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
3 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 24)
Language
German
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— 88 - antiigen. has Problem «i«*r jüdisch!•» Krziehnngsfragcn ist zugleich «las Problem *|**א Rabbiners. heim wer die bisherigen Lösungen der jüdischen Kr/ichiingsfragen als unzulänglich erkennt, der kann auch mit den Auffassungen vom Rahbincrheruf, wie sie vielfach ^;1111; nud gäbe sind, nielit /»frieden sein. I tas eine hängt* mit dem andern zusammen. Rücken wir mir de»! Begriff der Predigt etwas näher, ha ist Wesentliehes von l’iiwesentlichcni. L’eherlietertes 4 011 lliir/.iigekiinmienein. Kehtes und Wahres von Kalscheid und (ileissnerisehem /» unterscheiden Ks ist auch vor allein eine <icsehniaekstrage. Willenshildung und (>cdanke11heei»Hnssung sind eine l’insrhreilning für das hebräische Wurf!היבחר, daher Niemand, dem der Krnst der religiösen l'tlicht der ״Zureehtweisnnff* bekannt ist. die .ungeheure Bedeutung" der Predigt unterschätzen wird, wenn ihre Kraft ausreieht. um den Willen der Zuhörer tu bilden und ihre (iedanken zu beeinflussen. Nun ist aber die Frage, wie nun wirklich gepredigt werden soll, um dieses Ziel /.u erreichen, nichts anderes als ein Ausschnitt ans den jüdischen Krzichungstragen, über die es. wie wir gesehen haben, selbst in den Kreisen der Orthodoxie keine einhellige Meinung giebt. heim war und ist es auch nicht traglieh, dass der Babbiner, der den Willen und die (»ednnken seiner tienieiiideniitglieder wirksam bilden und tiroin- Hussen soll, ein Mann von ״vertiertester Allgemeinbildung•• sein muss, so׳ dürfte doch über das Wesen dieser vertieftesten Allge- Ineinbildung bei dem Mangel an Kinmiitigkcit in der Beurteilung und Lösung jüdischer Krziehungstrageii ein unanfechtbares, weil alle befriedigendes Votum nicht zu tormulieren sein. Klier dürfte die Forderung, dass die volle Hingabe des Rabbiners an seinen Beruf nicht durch Vereinstätigkeit zersplittert Werde, auf allgemeines Verständnisrechnen dürfen In dieser Hinsicht gewahren wir das Problem des Rabbiners zur allgemeinen Bedeutung einer Zeitfrage sich entfalten. Schon vor dem Kriege hat der heutige Mensch in seiner Betätigung als Z!>n» pelitikon das wertvollste Kiemen( •«eines persönliche» Lebens und (ilücksgcliihls erkannt. Wir lebten schon vor.dem Krieg!• in einem Zeitalter der Vereine ha« hängt mit der ungeheuren liiössc zusammen, zu der in uns!• rem Bewusstsein alles Staatlich!•. Nationale, (ieuosscusehattliehe. I Sozial!• erwuchs. Wir werden nach dem Kriege, v!rausgesetzt, dass!11!■ europäisch!• Menschheit nich( zu Tode ermattet ist und and!׳

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