Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 3 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 16)
- Language
- German
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80 Kril•־ k<׳n 111. wird verstehen. was das lo-isst, im Anfang sei cs (ח!״ gewesen, der Himmel und Lrdc ersehn!. Nur wer die (Jenialitäl des Mcnschcngcistcs in seinem unermüdlichen Vorwiirtsdringen liis /u den tictstcu (iclieimnissen des Lehens nicht Idos ׳als IMirase im Munde fuhrt, sondern im Studium der Versuche dieser (Jclicimnisenthüllungcn wissenschaftlich erlebt. wird verstehen, was cs hei»st. erst durch Kiiihaiieheu seines eigenen, ewigen Lehcnsodem.s liahe tintt den Menschen /.um Lehen erweckt. Ls gieht keine doppelte Wahrheit im Oereiehe des (ieisteslehens. Was gut und wertvoll ist in den Lrkenninissen aller nnidernen Wissensehatt, das kann unmöglich der Tlmra /uwiderlaufen, weil sie ja der Jnhegrilf alles (luten und Wertvollen ist. Darum nur mutig hincingetaueht in die Fluten des nmdernen Denkens, die Oewalt ihres Ansturms schwemmt keinen in den Tml, der sieh der Führung der Tlmra anvcrtraut. sie Inlli ihm iiher jeden Ansturm hinweg, indem sie ihn /.um sicheren l'1׳1<׳ eines einheitlichen Denkens von ungestörter Harnmnie!reichet. Nur an einen bedingten Sieg der Thora glauheu heisst ihre Kwigkeit und göttliche Ahkuuft he/.weifeln. So dachte Hirsch. So lest war er von der unhedingten Wahr* heil und alle Zeiten und Meinungen überdauernden Lehenskrall der Tlmra iihcr/.cnirl. dass er kein llcdenken trug, eine an sich 1111anfechtliare Theorie in die Praxis der .liigeiider/iehmig /u iihertragen Line theoretische Wahrheit war liir ihn auch immer eine praktische Wahrheit. Im Schulwesen und im (iemcindcvvesen. In der .liigeiiderziehiing und in der (iemeindepolitik. F.s gieht aller auch Meinungen, die anders denken, und es!rieht auch Stimmen, die anders reden, die. von der Kegel geleitet ״ ־־:־ י>}‘; -""ן כיes ist wohJ_ mmiehes wahr, doch mau enlschei det nicht >o- :1111 dem Meldete der jüdischen .lugender/.iehung /.wischen Theorie und Praxis einen hreiien. gefährlichen, nur 'diwTer iiherspi ingharen (■iahen gewahren Sie sagen sieh: je wcnjger 'die Thora 'ich vor der modernen Kultur/.u iiirchtcn hat, desto mehr ha Im11 ׳ wir uns vor ihr zu fürchten. Sie schauen mit (trauen auf die /er1issem־n Seelen, die zu keinem Ausgleich zwisehen Tlmra und Derech Krez zu kommen vermögen. Sie hewiindem die Schar der Harmonischen, in deren Seelen Thora und Derech Krez einander glücklich hetruchteu. und sie hedaiiern die Leg1״n der F.ntw ur/.i'lten. dir׳ hinüber und herüher schwanken, ohne