Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 2 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 7)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 75% known words query
- IRI
…/4900572-5964858-5964909--0920-4901458- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
39 Zeit lM־y.ii«rli*״l1 des Vrrhältnisses der christlichen Religion /.um Jen- >cits״lauhen in 1׳hristlicl1-thcnln;;is1׳hc11 Kreisen vollzogen 11,•tt. Sn zeijrt 7. B. die von dein Frankfurter l'tarrcr Zurliellen veranstaltete l.'ntersiielimif: iiher Jatlms Thcldnpc und die religiöse Krisis der (!e״enwart,.!lass es eine j׳msse Tiinseliunfr sei, wenn lietttijie Christen aunehmen, dass ilir tilauhc an ein Wiedersehen und Weiterlelien narli dem Tmle sieh mit dem he/.iiplielien (ilaulien der alten Christenheit deeke. I tas sei nieht der Fall, nicht einmal im (inn/cn und (!rossen, wieviel weniger in den Kin/elheiten. F,s •rieht eine umdern-thetdnpsehe IIvpothese, welche die Quellen des christlichen Jensei1s״la11hens weder im alten noch im neuen Testament, sondern in der persischen Keli״inu 711 linden ״lauht. Wir dürfen diese Anschauungen inhiir an uns heraiikoiumcn lassen, denn wir werden sie ruliij: an uns vniiiher״ehen lassen. Wir. d. h die im Tln>ra<reis1e und Thoralehcn verankerten Bekenm r des alten Testaments, hnhen schlcrhtcrdin״s kein Kmplinden dafür, warum der .leuseitsolauhc sollte proldematischcr sein als der (ilaulie an einen persönlichen tiott. Wenn es einen ewigen, f׳ere-editen. allmächtigen, allweisen, wahrhaftigen (lolt giedit, dann wäre es eine denkwidri^e Inkonseipien/, den .lenseitsplanhen ans ^Tem jüdischen Ueli״io11ssvstem als unverdaulichen Fre "" r ■is/.useheiden. Soll denn der tiotteshejrritV immer nur als eine leer!• I'hrusc 111 unserem Munde und nicht auch einmal alseine I.clicnsmacht in unserem Her/.en lehen.? Wir müssen Frost niaelien mit cliesem lleirrilf. Wir müssen, wenn Vater und Mutter mit einem innigen .Behüte dich (intf ihr Kind aut den Kriegsschauplatz entlassen, ulperzeiifjt sein davon, dass ein ewiirer, ״cri’iditor. allmächtiger, allwcdser, wahrhaftiger tiott diesen F.lteinwunseh vernimmt und ■ rtüllt, wenn die F.rtiillun״ seiner Weisheit, oder versagt, wenn di•־ \ ersapiin״ seiner (ieivrhtifikidt ents|1riehl. Wir müssen uns davor '•■11. den (IntteslioeritT 7.11 einer konventi11״ellri1 Konzession an >1 uns cin״ed10rcncn 11 au^r zur Pietät lierah/nw ur«ii!;eu. t ■ <>11 will 1... 4 unsere Fieiüt. ..tiott verlanirt das Herr״ W ir müssen־ In׳ die I .׳■leil dieses Be_1׳ilVs |IUtc-rla1lehen. dahei aller den It- L'illl nieht tut• der an Kant oder sonslwem ״ereilte n F.rkennini' vei mahlen. ■ndern ihn so ne hmen, wie e-r sieh im I{edij1e1n.»״e‘s.e1/e ״iel!׳. als 1,1•le’lle dieses (ieSetzes Ullel als (inilol unserer I (jelistlearkeit. mit 6249