Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 2 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 6)
- Language
- German
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kämpfenden Senegalnegors di«• ersten Spuren eines zwar primitiven doch immerhin verwandten Meiiselientiitns erldieken lässt Was immer auch an Kulturgütern von übereifrigen Nationalisten als l-'riU'hte. gereift am Baume des Nationalismus, erwiesen wird — die unsterbliche Mensehenseele is* kein nationaler Begrilf. Wir sehen: so iiherlndt durch den Fortschritt des modernen Denkens die traditionellen Beweine für den Jenscitsglaubon uns auch in Friedens/.eiten anmuten moehten. der Krieg mit seinem gewaltsamen Zurückwerfen der Kulturwelt auf die Urformen der menschlichen Leidenschaften Drin*rt es dennoch fertig, aus jenen Beweisen (»efühlselemente herauszuholen, die uns im Sturm und Graus unserer Tage als ewig wertvoll und unverlierbar dünken. Wahrhaft lehenerzeugend wird freilich das zunächst nur golülilsmässig F.rkannte erst dann, wenn es zum Bestandteil einer ausgercilten, unerschütterlichen, weil im Boden tiefer und umfassender Kenntnis des Heligiösen verankerten Ueberzeugung gownrden ist. Und so wird auch der Jensoitsglaube. der uns im Kriege wie ein Gnadengeschenk von rätselhafter Herkunft zutällt, erst daun zu eiuer wirklichen Lchensmacht werden, wenn wir ihn als tragenden Pfeiler eines von uns als absolut bimlend und verpflichtend hingenominenen religiösen Lehrsvstems erkannt Italien. Was wäre das Judentum ohne diesen Glauben! Allerdings die christliche Theologie kann sieh ein Judentum ohne Unsterblichkeit und Wiederauferstehung sehr wohl denken. Aus der bestenfalls einsilbigen Art. wie sieh «las alte Testament über diese Frage ausspricht, aus dem Schweigen der Thora über das Wie des Seelenlebens nach dem Tode und ihrem Verzicht auf ausdrückliche dogmatische Festlegung des Gewissens auf den Glauben an «las ewige Leben Ihlgert die christliche Theologie seit ja, dass dieser Glaube gar nicht auf dem Boden des alten, vielmehr nur auf dem des neuen Tos• tamentes heimisch sei Feber die Unhaltbarkeit dieser theologischen Lchrmciiiuiig. die übrigens nur der traditionellen Gepflogenheit der christlichen Theologen entspricht, die köstlichsten Wahrheiten d s Judentums den christlichen .t'ebonv•indem’ desselben zuztischreiben, ist schon inancli (redliches Wort. 11. a. auch von S. K. Husch in seiner Kamptsehrilt gegen die bremischen l'astoren gesagt worden, wtshalb wir uns an dieser Stelle darauf beschränken wollen, die interessante Wandlung festzustellen. die sich in neuerer