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Jüdische Monatshefte · 1916-01-01 · 1 (1916) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
3 (1916)
Issue
1 (1916)
Date
1916-01-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
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28 Die drei Weltübel. hört wn di»■ Bibel anfängt, uns v״u Jakobs Tod /.11 erzählen: .Als nun יו1י■ Tage . Israels dem Kmie sich näherten1׳ ־. II. M. 47, 2'.h. bleibt der Midrasch Tancliuma nachdenklich stehen iiikI (!!•ulet auf den S. Vers im H. Kapitel des Buches Koheleth lii 1• : ״N'ielit ist der Mensch Herrseher iiher den (ieist. dass er zu tilgen vermöchte den (ieist : Keinen Herrscher gielits am Tage des Teiles, keine Kntlassung gieht’s vmn Kriege, und es reitet der Frevel seinen Täter nicht.“ Was liegt diesem Fingerzeig zugrunde y Wir wolle■ den Versuch einer zeitgemiisseu Deutung wagen. m Drei Weltiihel gieht’s. An drei Hebeln krankt die Welt. Der 'Tod. das Bose. der Krieg. Der Tod ist das physische, das Böse das moralische, der Krieg das politische Weltiihel. Die Zusainmenstellung dieser drei ist nicht zufällig. Sie gehören zusaiumen. Sie halten einen innigen Bund geschlossen, bestimmt, den Menschen zu t|uülen, zu beugen und ihm das Bewusstsein eiuzupHanzen. dass er an der bestehenden Ordnung der Dinge nichts ändern kann Der Mensch kann weder den Tod abscbatVen. noch kann er das Böse ahschaft'en, noch kann er den Krieg ahschatl'en. Keinen Herrscher giebt’8 am Tage des Tode». So stolz »ich Tlie Medizin entwickelt hat und noch weiter entwickeln kann, den Zerfall des Leibes wird sie niemals anfhalten können. Alle Versuche, die (Jesetze der IMiysia autzuheben. werden am Tode und seinen Vorboten zerschellen. I'nd es rettet der Frevel seinen Täter nicht. Auch das Böse ist ein ehernes Weltgesutz. Wir können das Böse beklagen, ebenso wie wir uns über ttnaere Ohnmacht dem Tode gegenüber grämen können, wir können es aber nicht heseitigeo, ebensowenig wie wir den Tod abschalien können. Beides geht über unsere Kraft. Bis zu diesem |,unkte deckt sich dai moderne Bewusstsein mit dem jüdischen. Beim dritten Weltiihel jedoch trennen sich die Wege. Die l’azitisten sind hier gläubiger als die jüdische An- Behauung Die Pazifisten glauben, dass es den Men-cben ans eigener Kraft gelingen könne, ja gelingen müsse, deu Krieg ahzuschaffen. An die Ahsehatiiiug des Todes, an die Ahseh.iffung des Böseu glauben sie *nicht, doch sie glauben an die Abschaffung des'

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