Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 1 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 27)
- Language
- German
- Belongs to
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27 ו Besold»n^r ist, seitdem ist aus dein jüdischen Vnlksemptiuden jener C!«■ist des Heiligen, Gemessenen. der (•eist jener respektvollen De• inut geschwunden. der die gew issenliafle Beobachtung der י;יד ך,“,ייד. Ktikette zur Weil!«” einer religiösen Zcremouie erhebt. K. Meir aus Kothcnhurg und sein Vater Bind sieh aus dem Wt•(׳ gegangen nicht aus einer Kmpliudung hochtrabenden Stolzes oder kleinlicher l*edanterie heraus, sondern weil sie. noch gänzlich unberührt aoii dein tiiftliaiiche modernen l'ersönlichkeitsdünkcls. auch in die Art, wie sie die gesellige Beziehung^zwischen Vater und Sohn, zwischen Lehrer und Schüler ein den, die ängstliche Scheu vur der Sünde hiitetntrngen. und weTTHincn der Widerstreit zwisclieu כביד אב und rrvn בביר als ein schier unlöslicher Konflikt von tragischer Grösse erschien. Ks ist nicht an dem, dass unsere Altvordern uns hloa in der Virtuosität übortraten. all ihr tlrosses und Kleines in ein, wie man spricht, scholastisch ausgeklügeltes System von eisernen Kegeln zu pressen, oder, wie man vernünftiger spricht, dass sie iiiih in der Tiefe ihres Lchensernstcs voraus waren: sie hatten auch mehr Takt, mehr Lebensart, mehr Anstand, mehr Gomütstiefe und Seelenreichtum. sie waren auch teingeistiger, edelsinniger und — gebildeter als wir. K B 95