Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 3 (1916)
- Issue
- 1 (1916)
- Date
- 1916-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 26)
- Language
- German
- Belongs to
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26 alter, wenii er als Vater seine• Sohnes sprach — so!!leiht die Frage, <lie auch hier nominale Fälle betritVt, schliesslich doch umentschieden. Daher der יאייש nach dem allgemeinen fiir ::•*־־א ־אי—י*.א geltenden (irundsat/. in beiden Fragen erschwerende Knt- Scheidung trifft. Anders entscheidet der דב״ב“ : Der Vater ist nicht verpflichtet, vor seinem .Sohne aufzustellen, obwohl dieser seiu Lehrer ist, wohl aber ist der Sohn verpflichtet, vor seinem Vater aul/.iistehen. obwohl dieser sein Schüler ist. i״"ב li. 4(. Der r;•״״ r~2 St. sucht au der Hand des ]"־ nachzuweisen, dass die Kutscln-iduug des יידבייב aut dem ■Icrusehaluii beruht, wo uns <1פ״£-”דיש״ die ruhrendt^XrTgesehildert wirtl, wie טיפין seine Mutter ehrte, 1s. das 1 Während in der ־,' :•:חב על־יוז בי' ע" א der Kntscheidiing des :"רביב!ler Vorzug vor!ler des יאייש gegeben wird (8 ושייך, bekennt sieb »ler ד"א~ zur letzteren mit der Kiuschränkuug. dass der Sohn auf die ihm seitens des Vaters gebührende F.hrerweisuug freiwillig verzichten kann, vorausgesetzt, dass durch diesen \ erzieht kein *יי!*” (Verunglimpfung der Thora durch Antasten der Klire ihrer Träger! entsteht. Dieser Möglichkeit wird am besten dadurch aus dem Weg gegangen, dass Vater und Sohn, die zu gegenseitiger Khrerbietuug verpflichtet sind, einander möglichst aus dem Wege gehen, damit sie nicht der Gefahr einer ungebührlichen Kcbandlung beiderseits sich aussetzen; wie vom די~י״ב (K. Meir aus Kothenburg) beru htet wird, der sich aus diesem ('•runde, seit dem er ein!• Tlmragrösse ward, von seiuem Vater fernhielt und sich auch den Mesueb seines Vaters verbat. (Vgl. ט״ז z. St.) Wir möchten dieser tür uus massgebenden F.utscheidung des ־ד״א eine aktuelle liemerkuog anfügen. Mit dem Aufstehen vor dem 1־ nimmt man es nicht in allen Gemeinden genau. Dieses Lütten de• Sitze• empfinden auch orthodoxe Zeitgenossen als altfräukisehen l’eberHuas. Diese Fuitindung hängt einerseits mit dem Schwinden der כבי“ ~“,יי־• andererseits mit der Verschiebung der Aufgaben des Kabbinerberules zusammen. Seitdem sich Jedermann einbildct. er müsse unbedingt eine Weltanschauung haben, er sei kraft des ihm zustehenden Sclbstbestimmungsrechtes befugt, die Thora aut ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen, seitdem ferner der כ“ nicht autoritativer Träger und Vertreter der Thora, sondern isra clitiseher Kulturfunktionär mit hoher oder massiger oder geringer