Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 12 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
- Belongs to
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Schrifttum selber ihn• Begründung linden. — Der S. 1:V.I ״»•streifte Zusammenhang der Speisegeset/.c und der Snbhntiustituti *11 mit tivgienischcn Vorschriften hätte vorsichtiger I1ch;111dclt wcriieii müssen. Die Alisclmitte iilier Krziehungsmittel sowie filier körperliche und geistige Krziehung zählen zu den besten des Buches. Dagegen lässt d:»s 4. Kap. des siebenten Abschnittes manches zu wünschen übrig Da hätte einzelnes eine geschmackvollere ־Behandlung verdient. So wenig die sexuelle Frage in einem pädagogischen Werke fehlen darl. so müssen gerade in solchen Ka|1iteln Ausdrücke und Wendungen vermieden wcrilen. «lie gegen berechtigte Forderungen den Meschmarks verstossen. — Zu dem Abschnitte über die (Jefühle bemerken wir!zu S. L'JI). dass in den gegenwäitigen Zeiten, in denen ..unsere Kinder in vielfachem Wirrsal der Meinungen und Megensstzc aufwachsen“, die Mefnlir weniger darin besteht, dass in den ,.Merzen der .lugend der fanatische Meist des (Sinnlieusbasscs g •weckt w ird“, als dass vielmehr leicht der Meist der Halbheit und Obertlächlichkeil grnssgezogen wird Die Forderung der ..Toleranz“ hätte daher, bei aller Berechtigung. die diesem arg misshandelten Wort iunewohnt, besser formuliert werden müssen Der Abschnitt Didaktik bietet recht schönes, doch glauben w7i\ dass der 7. didaktische Mrnndsatz ,.nicht viel, aber tätlich“ idfili nicht der zitierten talmudischen Sentenz, entspricht.— ln dem Abschnitt ..taliuudische Methodik‘• will Vcrf. eine moderne Methodik Mir Talmudunterricht ״eben und ..neue!,fade־־ betreten!11 Wirklichkeit enthalten seine Vorschläge n. K. kein einziges Moment, das nicht jedem vernünftigen Talmudlehrer iin Anfangsunterricht gegenwärtig wäre. Dass der Bibelunterriclit auf den Talmud vorbereiten, insofern sich die Notwendigkeit der ־־״”־ד, יצבע" פ den Kindern bei der Lektüre der Bibel von selber aufdrängen muss, braucht nicht, wie der Verl, es tut, noch lange entwickelt 7.11 werden. Das ist selbstverständlich. Seine methodische Behandlang der Mischlin nach Herbart-Ziller Heinischen Fnrmalsiufrn entspricht in ihrer freien Form, in der allein sie von jedem ver nünftigen Lehrer gehandhalu werden, unseres Kruchtens der allgemein üblichen l'raxis. Ks wird noch jeder Lehrer, wenn er die erste Mischna von Jferachoth lehrt, in der .,Vorbereitung" von der!,flieht des Schema ausgehen, wird daun die ,.Darbietung“ folgen lassen, und auch die ״Zusammenfassung“ wird nicht lehlen, wenn