Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 12 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 29)
- Language
- German
- Belongs to
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Literarisches. J. Stet. Die talnuidische Pädagogik. lireslau. Selbstverlag des Verfassers. 11*15. Kin Buch, das sieb /.«r Aufgabe stellt, die talmudische Pädagogik in ihrer Schule uiuMlaus heherrsehenden Tragweite darzustellen, darf in allen Kreisen, in denen noch der Talmnd als Lebciisliihrer gilt, einer dankbaren Aufnahme gewärtig sein. Der Tal'.mnl birgt eine Fundgrube pädagogischer Weisheit. Das hat uns der Verl, durch Sichtung eines gewaltigen Materials, das er mit Sachkenntnis uud Geschick zu bearbeiten wusste, überzeugend naehgewiesen. Das Much geht aber auch darauf aus, die talmudisch-pädagngischen Forderungen in ihrem Zusammenhang mit den in der pädagogischen Literatur vor allein vertretenen!Meinungen zu entwickeln. Das verleiht der ganzen Darstellung eine frische Lebendigkeit und sichert ihr die gebührende Aufmerksamkeit dca Lesers. Hei dem ungeheureu Material, das zu bewältigen war, lieas es sich nicht vermeiden, dass einzelne Abschnitte nicht so gründlieh behandelt wurden, wie sic es sonst verdient hätten. Wir denken z. M. an das Kapitel, das die Auseinandersetzung mit Krziehungszieleu ausserhalb des Judentums zmu Gegenstand hat. sowie am h au Kapitel 4. in den! das Wesen des jüdischen Gebetes gegen r ' ״Mische Bedenken gerechtfertigt werden soll. — Wir gestatten uns einige Bemerkungen, die sich uns bei der Lektüre aufgedrängt haben. Dass Männer der י־\רה1 ’טבע״ש ihrer Zeit in kultureller Hinsicht voraus waren, ist für uns nicht ,,verblüffend“ (0). und so gewaltig auch der Mut erscheint, mit dem sie pbysiologische Grundsätze verkünden, so hätte doch •S. H dabei bemerkt werden müssen, dass solche Grundsätze ,:';דילבר. לד,*“ ד als Klemente einer göttlichen Wissenschaft sich darstellen. Die S. 10 gegebene Deutung der siebenarmigen Menora, nach der die sieben Lampen eine symbolische Darstellung der sicbeu treieu Künste seien .,iiu Altertum der zusammentassende Begriff aller Wissenschäften‘•, kann als Auslegung eiuer göttlichen Forderung schon deshalb nicht gelten, da nur dann zeitlich bedingte Anschauungen zur Krklärung heraugezogen werden dürfen, wenn sie im heiligen i J i . 1 j 3 i i 1 J A-D