Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 12 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
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387 Recht zum!״eiten erworben wonlen sollte. Der Gottcs«lienst ohne _ rin Wort!1! 11 Grln-Ic- 1l;1r nur die Fr-te!ler Dienst, welcher die entschwundenen Generationen im Lehen •ler Komniemien 1111sterblich gestalten, dt!■ als «•in Gmulengeschenk erhaltene l-'reiheit zu einem wohlerworbenen I!׳ cht nintorinen soll. l)ru!1L_wfim_i1u Schaltjahr bangt: Ahnung des Sterbens «len Menschen umklammert, möge •ler Jude an der Bedeutung seines Dienstes den Wert seines Lebens inessen Vielleicht gelingt ihm daun «las Höchste, sich und seiner geängsteten Seele ini befendeu Lied treibeschwingtes Dasein zu erringen. Denn «las ist «lie Blüte des Gebetes, ungeteiltes Bekenntnis zum xhöpfer. klarer Kinblick in die l'nznlänglichkeit aller von Menschenkunst und Menschenwitz ersonnener Pläne, klarer Ausdruck «!es Glaubens an «len endlichen, sterblichen Menschen durch überirdische Gnade •/uertcilten Sieg, an den Sieg des Goten und Wahren im Menschen Die Truppen zu diesem Sieg sind gerüstet, «lie Wallen geschmt• det. Am Sinai lagern sie. Denn wenn übersättigt von rauschender Kul'iir der Mensch am Wert seines Lebens verzweifelt und in manch siechem Herzen «lie Frage des ״Wozu?“, in manch erlöschend« r Seele die noch bangere Krage des ״Wohin?* sich hörbar macht, dann wollte man füglich «laran «lenken;־ zii welch st<־dzcr Höhe einst Menschen beritten waren, stetig berufen sind. Ist solches Dasein nicht lebenswert? Nicht umsonst nennt Prophctenmund die Thora den Baum des Lebens, eiu süsses Geheimnis, das Raum unil Zeit überwind«•!. Doch vielleicht magst Du sage1*׳^”solch st«dze Höhe ist nicht•• Mir den Alltag, nichts für das Bedürfnis armer Mensrhenkinder. nichts tiir «lie stolzen Kiilwicklnngsmüglichkeiten iles Menschengeschlechtes K.s ist ein zu «•ng«׳s Band mul so wähnst Du — (Jebilde späterer Zeiten müssten es als Fessel ciuptinden und sprengen. Nun wohlan, sage einer irgend «•ine F״rm der luetischliehen Vergesellschaftung, für die in Z’rcS'C nicht feste Norm ״•egoticn wäre, und zwar eine Norm, welche alle Güter «|cr F.rdc zwischen <1«*ווי Arbeitenden und d«!n (Jcnicssenden gere«-ht verteilt, eine ■N«1rm. «lie «len Anspruch des Menschen an «len Mcnachen nn«l seine Befrieiligung klarstellt. ein•• Norm, welch«• «ler F.nttaltung alles Guten weiten Raum gewährt Fridlich wer mochte das 1 _ leugnen — es haben s e|! Gebilde aufgetan. «vplehcii «lies«• Norm •n