Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 11 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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357 geistigen und xittliehen Vervollkommnung. eine Schar von Mitläu• lern von den Cliassidim selbst verglichen mit dem Mischvolkern, welche sich hei den! Auszug ans Aegypten, hei dem Weg /.um Sinai an die Kerseu Mosis haltet!• — verlangt (liiter der Erde. Das etwa ist der Schlüssel zum Verständnis des ('hassidis• mus; alles andere findet Platz in diesen! Kähmen, denn nur die (irundanschauunge:1 können hier zur Erörterung gelangen, Einzelhoiten müssen einer gesundeten Darstellung Vorbehalten hleihcu Man kann tiiglich sagen,!lass gut die Hälfte der zunächst in Krage kommenden Ostjuden dieser Anschauung huldigt, denn, wie die Vit• hiiltniseo heute liegen, hahen auch »lie Epigonen der früheren Mia nagilim ') den Weg ־/.um Chassidismus gesucht. Den («rund werden wir später erkeuneu; zunächst sei gesagt,!lass wir diesen Ausdruck absichtlich gewählt hahen, da das eigentliche-Hisnagdus* schon seit etwa 1"> Jahren allmählich verschwand. Soweit es in frommen Kreisen heute noch Opposition gegen!len Chassidismus gield, sind es nicht mehr die alten Misnagdim Deren Widerstund galt in erster Keilte der Tatsache, dass in der ersten Zeit die Inten• sität des Thorastudiums gelitten hatte, dann aber rein theoreti- > ־.11׳ Erwägungen, welche sich um das!,roblcm der Theodicee gruppieren. Heute hingegen, und das ist für das Vcrstäudnis des Ostens sesr wichtig, heüt!r erblicken selbst die Misnagdim in!lein Chassidismus ein festes Hollwerk gegen den Anatom destruktiver Tendcuzeu Ein grosser Teil dieser Kreis!־ kann atudi die Art und Weis!־, wie der Westen ein« Synthese zwischen Thorawisscn und Zeitgeist vollzog, nicht als Lösung anerkennen. Das rührt daher,!lass der Osten all!‘ Kulturwerti־ aus der Thora selbst -cliöptt und in dieser Kultur, welche dvui Herzen und dem (leiste .nindestciis ebenso grosse Nahrung bietet, wi11! ״! abendländische, volles (ieniige getunden. Es sind also nicht bloss religiös!־ Momente, welche dem Osten seine Tlmrakultur s׳> lieb und wert machen. Das darf nicht ausser acht gelassen werden. Dazu kommt, dass man dort um dies!־ Tlmrakul'iir seit fast einem .)ahrhiindcrt 11־111;־ heissen Kampf geführt hat Wofür mau so viel gelitten, wird einem duppelt lieh. Jene Ostjuden haben rl־!׳n noch nicht )1111־• bittere Erfahrung vergessen, w! lebe ihnen der Kamp) mit 1l!1 '1 Misnsgilim Opponenten gegen ■len ( l1:1Nsidi!m111H ,I llisn.1 gdus OppuMlioii