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Jüdische Monatshefte · 1915-01-01 · 10 (1915) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
2 (1915)
Issue
10 (1915)
Date
1915-01-01
Page
[Seite] (sequence 25)
Language
German
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345 überlieferten Judentum entfernt als Mendelssohn. Aber das ^t׳n:1a! Verhältnis von Kehre und besetz ini Juden!tim halten sie schliesslich beide nicht erkannt. Killen Versuch, dieses Verhältnis vom Stand punkt der K’herlieferung darzulcgen und damit zugleich die Art zu charakterisieren, wie die an Kant geschulte moderne Klltik das Wesen des sogenannten gesctzesircuen .ludentums zu erlassen vermag. halte ich vor Jahren in meiner Schrift : .hehre, besetz und Nation* unternommen. An dieser Stelle kann ich uur daran! ver weisen. Wie sehr im übrigen hei ('oben auch die hehre des Judentums iu ihrer Ze ntralstellung wesenhafte 1’11ו1יווו tun g erfährt, darauf halte ich in einer vor Jahren iu der Zeitschrift .Der Israelitu erschienenen Artikelserie: .Was lässt Cohen vom Judentum ührig* eingehend aufmerksam gemacht. Kitte nochmalige I tarh-gung erscheint überflüssig, würde zudem den Kähmen dieser Besprechung sprengen. — — Der Idealismus ist der gemeinsame (irundzug -des Judentums wie des Deutschtums. Diesem Krgehnis einer Kritik beider Kill turkomplexe lässt Cohen nun einen historischen Teil folgen, in welchem er ihre nachweitdiaren Wechselwirkungen zu beleuchten versucht. Mit vollem Hecht lieht er zunächst hervor, dass seit den Kümerzeiteu Juden iu Deutschland wohnen, und. im bcgeii'atz zu Spanien. Frankreich. -KngJand, niemals gänzlich ausgewiesen worden sind. Sehr früh müssen sie die deutsche Sprache ange nommen Italien. Dadurch wird der Kontakt eiu innerlicher. Deutscher Minnesang Cnaclt ('ölten auch deutsche Mvstik!1 findet im jüdischen Kager deutlichen Widerhall, die mittelalterlichen poetischen Stoffe, wie Arlussage. Schmied W ieland, Tristan und Is I I■־ werden auch von Juden bearbeitet. Die Reformation freilich )»leiht ohne Rückwirkung auf die Juden, da sie hei ihnen nichts Ähnliches vortritlt, wogegen sie ihrem Wesen nach sich wenden könnte. (Wenn übrigen* (.’ohen Maimonides als .das Wahrzeichen des Protestantismus int mittelalterlichen Judentum־ bezeichnen zu müssen glaubt, so ist dies nur ein seltsames Kuftgebilde. das vor der .starken Hand“ unseres Kehrers 111 Nichts' zersticht.) Immerhin bedeutet die Kehre vom allgemeinen Priestertum mit den daraus 'ich ergehenden Folgerungen, wie allgemeiner Schulzwang, Staats s >/ialism11s. eine bedeutsame Anntiiieiiing an da' .111• I<-111nin. und Nollrtlds di(‘ gesehichtltclieii Motive der Kctormall<•II. die später-

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