Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 8/9 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 31)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4900572-5964855-5964901--0742-4901286- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
Weisen je zu sprechen gewagt — warte, «lass Menschen «las Wort ihm lösen, ihn veranlassen, «lass das Wort, das Verni«־htung iiher sie gesprochen. wirkungslos, kraftlos hleihc! Und so lange unser Wort uus ein Heiligtum )»leiht, lässt (Jott sieh bereit tiudcn ( "י* *ח דשה, הקיר :דרי של ייצי), seihst über ein bereits beschlossenes Vcrhäugnis ver/aihcnil hiuwegzusehen — und Israel sollte nicht zittern, wenn die Abendschatten der Kol Xidre sieh senken‘׳׳ טיב אשר לא הדור spiel nicht mit deinem Wort! Achtest du nicht dein Wort ־ Deine Persönlii hkcit. <111 achtest uu< h bald nicht!!!«•hr den •Eid * deinen (»ott, uinl nichts in der Welt ver• mag dein Verlireelien_zu sühnen;*1WS אץ ,1י - und Israel sollte nicht l>ange zittern, wenn die Ahendsehatti-n «ler Kid .Nidre 'ich senken? Mit seinem Heiligsten, seinem Wort, mochte es gespielt haben, alles, woran sein Sehnen heiss sieh klammert, sein tichet, sein Weih, sein Kind, die teuersten (»iiter stehen ihm auf «lern Spiel, und Israel sollte hang nicht zittern? So ist’s heilige (««■wissenhaftigkeit, die aus seiner Kol Nidre- Kundgebung tliesst Welo*, was Unverstand, was böser Wille aus dir zu machen sich erkühnt! Als «dt eine jüdische (iemeinde, ein •inzcluer in ihr sieh damit Verpachtungen anderen gegenüber entziidien widlte und damit — wein־, dass es je ausgesprochen werden durfte — der Idige. dem Kalscheid den Mantel umzuhiingen sich getraute! I >ie heiligste Weihe, der reine, göttlich«• Ham it sittlicher Hoheit erfüllt «len Augenblick, «la auf weitem Krilenrund «•in Volk «ler Heiligkeit seines Wortes, der Unverbrüchlichkeit 'einer l.ippi-niiusserung sieh in seiner ganzen Schwere bewusst wirtl, und die Dummheit und Ruchlosigkeit dürfte wagen, die heilige Stille zu entweihen, mit der eine aufhorehende Welt «lie l’roklamation menschlicher (»rosse in nnhetender Scheu vernimmt? — In seiner Armut und Schwa« he steht Israel vor seitn-m (■ott und vermag nur ein <»11t weihend Ihm zu erheben קח טיב! Wehe, wenn auch es befleckt ist — י« O, habe Zutrauen zu unserm Wort! Und sollte unserem trrenilen, träumenden Sinn je « in Wort entfahren sein unser selbst nicht bewusst, lass es!!!!gesprochen sein•! Um! wenu auch die