Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 8/9 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 25)
- Language
- German
- Belongs to
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281 KOI Nidre. Die Abendsrhattcn senken "i! 11. Die Narbt!Io grossen Tages y.idit herauf. Wo nur;1111 weitem Krileiiruinl jüdische Sofien :ilmon, ergreift tiefer, heiliger Krnst irden (Jrdankru, und in;111daehtsvoller Weihe sind die (iemeiuden versammelt. Festtags* Sterbegewäuder liüllou die (ilieder. dass sie mahnen an T»d und werken—/um Lehen;—Demi was־׳־wäre unser Leben, wenn Jom 1I;1 kippuritn iliin fehlte, wenn ui! 11t das Füllhorn göttlicher (»nade mit diesem Tape Verlieissung und selige (icwissheil in das Her* lUü_träufelte.!La.»_nurir Keinheil—möglich.—wa*—die-Sünde—Wtft~ dunklen Spuren gezogen, dass göttliches Verzeihen und liiiuiuliHehe Sühne ewig hereit seien hinwegzuräiimcu, was dein Aul'liau neuen, reinen Lehens sieh hindernd entgegensiellen möchte. Heiss und übervoll <11 ן i111 es aus dem Herzen, dem die Sehnsiteht naeh solehen Hütern noch nieht erstorben. Welcher Diehtcrmund wäre begnadet genug, dass er Dolmetsch wäre!Irr erwartungsvollen (iefiihlu, der iiherströmenden Empfindungen, mit denen jüdische Herzen Jom Kippurim empfangen! Blich es Jehuda Halevis (drtreissendem Schwung, Kalirs (iefiihlsinnigkeit, B. Sehimemis leichtfliessundcr poetischer Ader Vorbehalten, Ii<׳ heilige Stille zu lösen mit den Harmonien ihres Liedes und dein Fliigrlsehlag ihrer gedankenvollen ltedeV — Dort stehen die Führer der (•entrinde, aus ihrem Munde ergeht die l'roklamation des Tages nüchtern und kur/,: r,2"&"2 -sy; *ן»י• - In eine strenge 11101 ׳ deshalb grosse Zeit lenkt si! h unser Blick, in eine Zeit, da der ־w^-Hcdanke noch allmächtig lebte, da der einzelne als (>lied der <>euu-ittschaft siel! fühlte und die (ieniiinsehafl ihrer (ilieder «ich bewusst war: 0110• Zeit, die mich kräftig empfand, zu welch grosser, heiliger Aufgabe die K>׳hillu ihre (ilieder vereinte, Die Hinterlassenschaft einer grossen Vergangenhoit galt es einer noch grösseren Zukunft in Beinheil zu vererben, auf die Miiirägersehati des einzelnen musste sie zählen.