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Jüdische Monatshefte · 1915-01-01 · 8/9 (1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
2 (1915)
Issue
8/9 (1915)
Date
1915-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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260 •eher, wie («rönne.') welcher alle Pamilienfreliilde aus wirtseliaftliclieii Momenten 7.11 erklären versucht, muss zngestchen: ״Aber auf der anderen Seite darf man auch nich.t übersehen, dass aus der. wenn uicht rechtlich, so doch tatsächlich fortschreitenden Schwächling der väterlichen Autorität eine Ocfalir für die (iesellschaft erwächst. . . Können wir leugnen, dass wir die F*dgen ־nnserer-Tifienilen Familiennrganiaation bereits 7.11 fühlen beginnen? — Die erzieherische Funktion der Vatergewalt ist sehr srhwer, vielleicht iiberhau|)t nicht zu ersetzen. Man muss deshalb im eigenen Interesse des Staates entschieden wünschen, dass er die Macht des Vaters über seine Kinder nicht noch mehr schwächt und beschränke, als er es hereits getan hat.* So erscheint es denn vollkommen berechtigt, wenn der Jude an den Tagen der Selhsleinkehr sich zunächst einmal darüber Uechenschat't ablegt, was ihm eigentlich noch der Hes. griff der Familie bedeutet. Ks ist das vielleicht ein Oedanke, der weitab von den landläutigcn Kosch-Iluschounli-Oedniikcn liegt. Allein da würden viele Schlacken verzehrt werden; man wurde erkennen, •lass all die Hüllen, mit welchen man die Menschheitsgeschickte umgeben hat. sehr fadenscheinig sind, dass die Ideale nicht in wirtschaftlicher Kntwieklung. nicht in technischer Hochkultur. auch nicht im sogenannten Ansleben der I'ersöulichkeit geborgen sind. Man würde erkennen, dass alle Formen der Vergescllschaftung der Menschheit nur daun Hestnnd haben, wenn sie sich engstens an die erste Form derselben, an die Familie, anlehnen und darselben weitestgehende Hctätiguug gewähren. Messiauische Zeiten? Oewiss, und der erste Schritt hierzu auf dem Wege würde es sein, wenn an Stell*‘ eines Schlagwortcs, mit dem man *las zwanzigste Jahrhundert zu kennzeichnen versucht hat־־=־־it1Ts Jahrhundert des Kindes - ein auderes träte, und *las müsste lauten: *las Jahrhundert der Kinder. — — — Nur darin liegt die tiewähr. *lass aus dem Nebeneinander der Menschen auf dem weiten Krdeuraum nicht ein Oegeneinander, sondern ein Miteinander erwächst. Denn auch hier schliesscu all«׳ Träume für *las Zukunftsglück, für einen ewigen Frieden, an den Beginn. ״Krfüllet die F.rde“. Nach der Krklärung des Naclima nides liegt darin der " is daran(, *lass der Weg des Menschen *iroiat׳. Formen der Familie S. .,II. 82

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