Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 3 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 23)
- Language
- German
- Belongs to
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119 anfechtbar ist, kommt es wirklich nicht darauf an, oh sic geöffnet zu werden pflr^rt oder nicht. Solche Aesxerungon können leicht missverstanden werden. Durchaus abletinen aber müssen wir. wenn die Darstellung, S. '177, Chassidismus und Reform in einem Atemzug zu nennen für put befindet, l'nd wenn auch dann nachgewiesen wird, dass beide Bewegungen in ihreu Folgen grundverschieden waren, es gilt, dem Leser Respekt vor einer Bewcgung einzutlössen. in der gerade heute ein nicht zu unterschätzender Teil unserer Brüder heilige Kraft und lest«• Treue zu unseren 1111vergänglichen Lehensgütern findet. Je mehr wir uns der (leschichte des letzten Jahrhunderts nähern, desto auffälliger wird die Häufung von sclmiüi-kenden Kpiteta, mit denen die Darstellung unser*1 ׳ »rossen ehrt - Ihiran st־ zunächst TriPbts ־auszusetzen, obgleich hierbei eine immerhin 1111• kritische Willkür mit unterlaufen muss. Fälle tieschichte, wie die unsrige. die sich als eine fast unübersehbare Halene ragender Männer darstellt kann unmöglich allen (•rossen das gebühren le Charakter und Heisteshdi zollen, (•exchioht es. so ist es jedenfalls bedenklich, wenn dies auch in der (!oschichto der Tanium und Amornim der Fall is. Wir sollten doch meinen, dass Träger der י־״יידז ’צב״ש nicht erst von uns geloht werden müssen! Mas nur nebenbei. — Wir kommen zu den Blättern, die sieb mit der (ieseluchte des l!l. Jalirh. befassen. War schon die Art und Weise, wie Yerf diese Zeit mit Mcndeh ohu eintiihrte, nicht glücklich, so zeigen sich in der weiteren Darstellung Fehler, die früheren Kpochen anhaftoten, hier noch empfindlicher. F.ine jnd. (■•‘schichte des 1!1. Jalirh. lässt sich nun einmal nicht s! hreihen. ohne •lass wir. wenn auch in aller Kürze, eine Ahnung erhalten, aus welchem Kiilturmilieii heraus sie zu begreifen ist. ohne dass wir den Wellenschlag lulilcn. der an der jiid. \ olksscelc mit Macht sich brach 111 diesem Ab schnitt hätte die (•eschichtsdarstelliiug die reifen Krdchte aus früheren Kpurhen sich holcu müssen. Sie wären ihr fast \ou selber in den Selms« gefalleu Sie hätte fast nur Krgebaisse zu ziehe■ brauchen, und die Werturteile hätten •ich dem Leser >•!! selber aufdrängen müssen. Denn kein Begriff, keine Forderung, kein Frohltmi. das nicht frühere Kpochen gekannt, und als teure* \ er mächtnis späten (■enerationen vermacht haben ' l’nd das jud. 11#.