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Jüdische Monatshefte · 1915-01-01 · 3 (1915) · p. [Seite]

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Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
2 (1915)
Issue
3 (1915)
Date
1915-01-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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wie sii• unsere Vergangenheit verdient. Die Geschichte <1.'.Inden in!,ulen 2;t,s IT.) bezeugt es uns. Wir lesen die Geschichte des IN. ■lalirh. Manch treftiiclier Abschnitt. Doch der Verl ist im Begriff‘, eine Bewegung einzuliiliren. die sieli!len N'iiinen ״Ueform* zugelcgt 11:1t. Wir kennen die Schwache des Buches. Kultiirziisammcnhnngc in ihrer 'l'iele zu nth 1111וויו. Hier zeigt sie sieh :1111 hedeiiklichsten. Der Verf. zeigt richtig die nachteiligen Fullen der Mcndelsidinschen Biheliibersetznng und hat uns doch nicht, wie wir es wünschten, die Schicksalsschwere Tragik dieser l,ers<'inlichkeit zu entziffern, verstanden. ״Kr war von der richtigen Erkenntnis durchdrungen, dkffs die Juden auf eine den Anforderungen der Zeit entsprechende höhere Kulturstufe gebracht werden müssten" (S. Nein, auch nach der Wnmorkuug -daselbst. dieser Satz hätte nie und nimmer geschrieben werden dürfen, wenn es wahr sein soll, dass ein Volk, dem die göttliche l.eheiiswissenschall zur!*liege anvertraut worden, niemals durch Aufnahme fremder Kulturelemente auf eine ״höhere Kulturstille" gehoben werden kann! Was soll unsere Jugend von der göttlichen Wissenschaft denkeu. wenn sie diesen Satz in sich aufnimmt! — Mcudelsohns Fehler lag auch nicht vor allem in seinen ״übereilten, sprunghaften Mitteln", nicht darin, dass er nicht ״natürliche, langsame Entwicklung" abgewartet, aber S. A.V.t •chreiht der Verl.; ״Trotz seines hohen Ansehens und seines Ver kelirs mit christlichen Dichtern und Denkern blieh M. stets ein trnmnicr Jude". Muss nicht jeder Leser, der gedankenvoll 2fMI Seiten vorher von Tuuaiin und Anioraitn gelesen und dann von Saadia, von Spaniens (irössen Lebcnsanschaung hätte gewinnen können, sich alsbald sagen, d iss der Verl, unbewusst mit diesem ״Trotz“ das l’rtcil über M. gefällt und allen l'nsegen ausgesprorlien hat. der von diesem Manne ausgehen musste, den Begabung und Ansehen seinem Volke hätten /um Wegweiser bestellen können? ״Dies ״״und doch!"“ entschied!“ heisst cs in einer genialen Schritt. — Das “Buch schildert d׳׳n verhängnisvollen Streit, der die (irössen des IN. Jalirli entzweite. Wir erkennen die Vorsicht an, mit der Verfasser in diesem Kapitol uns einen Einblick in Vorgüngc vermittelt, die von imlieUvollen Folgen sein mussten. Die Aum. S. :lf»N ist troilich etwas merkwürdig Wenn eine Käme*

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