Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 3 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 20)
- Language
- German
- Belongs to
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11b׳ Auh den gewaltigen Kämpfen dieser Eporhe, die mit dem abermaligen l'ntergang seiner staatlichen Selbständigkeit endeten, ginir unser Volk als das unbesiegte, unsterbliche Volk der Wissensehaft hervor.!־ויי tirund tur seine I '!!Sterblichkeit, die tiefen Wurzeln seiner unverwüstlichen kratt (nicht seine .Kcligion*; wir hätten c ’ ’ 11׳. etwa* sparsamer mit diesem gänzlich unzureiebenden Wort 111nzugeh‘n. V•;I. S. lut! hätten ausführlicher entwickelt werden müssen. Solche 111 ח da me n t a le u Erörterungen dürfen nicht in einer halben Seite uns vorgeführt werden Sie müssen sich dem Leser tief ciuprägcu. dass er sie noch hei der Lektüre der (■t-schichtc des l'.t. .lalirliundcrts im Kopf hat l)cnn dort hat er sie. wie wir noch sehen werden, leider arg nötig. Item Leser hätte es überzeugend nachgewiesen wcr<l<‘11 müssen, dass in jener Zeit—sei« Volk -imrncr mehr -zimt—v-V*dk-4ee-Wo-sen—1 - scliatt־' heranw uchs. Kr hätte eine Alumne erhalten n1iisk..|1 .. M.— das heisst, jüdische. göttlich!׳ \\ i"cnschaft. die in ihrer impo- ׳ liierenden (Iriissc sich anschicktc. (icmciugut eines ^a11/t*n Volkes zu werden, l ud wenn sich der Talmud somit ah Lcheu-hcdinguiig' unseres Volkes darstellt, so hätten diesem timdaiociitnlcu (icdaukeu nicht l‘J Zeilen gewidmet S.;441. sondern die ■ranze Darstellung hätte auf diesen einen l rossen (!!׳danken niilgfhniit werden müssen, und. inan verdenke es uns uiclit. ein paar Auszüge aus dem genialen Lutwin f Itahhiner Hirsch' .Aus dem rnhh Schulleben״ hätten alsbald gezeigt, mit welchen Vorstellungen fortan unsere .lugend an das Studium des Talmuds heranzutretcu hätte. Dafür hätten wir dann gerne auch hier auf so uuinehes historisches Tatsachenmaterial verzichtet In die Zeit, da das jüdische \ olk seine Wanderung unter die Volker antrat, fällt die Entstehung des Christentums. Kür ein reifes Verständnis späterer Kpoehen. naineutlieh liir ein Verstandnis der jiid. (!(׳schichte!les Ht. .lalirli. und deren l’rohleiue, wäre eine kurze, jedoch erschöpfende Würdigung des Christe1.1tuu1s nötig!׳ewescii. In dem Ahsehnitt. der sich mit I!. Saadia liaon befasst, erfahren wir plötzlich, dass in ihm auch hilosophic und Sprach Wissenschaft!;inen glänzt mleii \ ertreter besitze, ha zeigt sieh wiedei der nun wiederlndt schon berührtettrundtehler der har- Stellung‘, die es unterlässt, uns dauernd über die Zusammenhänge 99