Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 3 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 19)
- Language
- German
- Belongs to
- journal issue
- OCR quality
- 87% known words query
- IRI
…/4900572-5964855-5964893--0563-4901112- Visual Library
- page viewer of the UB Frankfurt
OCR text
115 im ciitferiitCHt«•!! Berechtigung, nun über ein«• Auseinandersetzung zwischen ״Hellenismus mul Judentum" zur Tagesordnung uherz.ugehen. Hoi einer (ieislcshewcgung kommt es nachgerade wenig darauf an, üiih welchen Motiven und 7.11 welchem /werk ein Kampf entfesselt wurde, der sich äusecrlieh Uh als ein geistiger darstellt. l)as!adipöse, kulturelle Moment musste herhallen, um selbstsüchtige l’lüne zu fördern. Jeder Kenner geistiger Strö munden weiss, dass sie gar olt Marktpolitiken! /.ur Verwirklichung egoistischer Ziele dienen mussten, und dass nichts 80 gefährlich ist, als die Analyse einer Bewegung aut (•rund au und für sieh richtiger l'nterlugen, die ah<‘r mu h lange nicht atisreieh• nd sind, aut einfache und deslialh einseitige Formeln zu hringeu. Jedem Kenner moderner (feschlöhfslorsehung ist das eine Solhstverständlichkeit.jj— Das gilt ebenso für den aus der hellcniatisrhen Zeit organisch hervorgehonden Kampf zwischen־ SidTluzäeriTTiiid!,hari siiern, wobei recht wohl den Ahfall ,,nicht wissenschaftliche Krkenutuis, sondern das Streben nach Macht und schrankenlosem Lehensgenoss“ .:»f») geschallen haben mochte, was uns aber nicht hindern darf, mit der ganzen uns zur Verfügung stehenden historischen (•cstaltuugskruft Bewegungen zu charakterisieren, die, um cs gleich hierzu sagen, der jüd. (icschiehte im l'.t. Jahrhundert erst den wahren Hintergrund verliehen hätten. Denn was wollte mau uns erwidern, wenn wir auch hier die Behauptung wagten, dass nicht religiöse Motive, sondern Assiuiihitionssueht und schrankenlose (■cnusssucht die Beform I1cr\orgohrarht und ihr die Wege gewiesen hätten. Hörte sie aber deshalb auf, eine Bewegung zu sein, die ich nur ans der ganzen Kultur-Sphäre heraus zu begreifen imstande hin? Wir hleihen demnach dabei. Trotz aller an und für sich richtigen Formulierung, die unser Buch für jene Zeit tiudet. wate es auch für seinen weiteren Authau von grossem Wert gewesen, wenn der Verfasser ans den zahlreichen Aufsätzen, die Kuldiiucr Hirsch ",'t der Frage ..Hellenismus und Judentum' gewidmet. 1111 schätzbare Bereicherung seiner kulturhistorischen Anschauung sich geholt hätte. Auch fiir die historische F.rtässung des Augculdicks. da Koni zum ersten Mal seine Hand nach Judäa ausstreekte, wäre der Aufsatz .,Judentum und ll1״n'; .«;irm zu empfehlen gewesen ¬יי ו¬ד ■ — I י r