Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 2 (1915)
- Issue
- 2 (1915)
- Date
- 1915-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 30)
- Language
- German
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62 Kner aller oberste. ln-ilurnt*•, durch nichts ersetzbare ]'flicht int; Indem ilir nach K rk<1 ח 11111 ׳s 11*■- .111!1 י■ nt 11 um strebt, indem Dir •1ווו וו*י^■••r^■nfn-tVii I•i'oi-t/'.i-siiiliHir tles Judentums zu erfassen Huch 111*11111111, kurzum: 111 < I •׳ in Ihr lernt“! ״Lernen“ •rt*!1t vor .Wirkeil־! .Wirken“ kann ״Lernen** nicht ersetzen, vielmehr nni^ekehrt; .Lernen־ ist ilie beste, vornehmste Art iles ..Wirkens׳‘! Ist es nielit traurig, dass es alljremaeli eine bitter^ N'ntwendijrkeit geworden i«t, sidelierlei Selbstverständlichkeiten liier vortragen zu müssen ׳ N'oeli klingt mir das Ohr. denk ich daran, wie mir .lemaud mitten im Taumel organisatorischer Vielfreschsif ti|׳keit, der \<!r Krie^saiishrueli tilier die deutsche Orthodoxie frekommen schien, über einen hervorragenden (!esetzeslehrer Deutschlands das böse Wort ״z.uricl: ..Was nützt er uns denn? Kr tut nichts als den Käuzen. Ta!; lernen!•• Wirklich ein böses Wort. Ks spricht Hände. — — Die bn\rische Mundart Kennt den He.<rrifl'des ..<5schaftelhuhors״. Dieser Herrin' lässt sich nicht weiter dcliiiieren: er will erlebt sein. Vor Kricpiuushruch war ein solches Krlelmis in der deutsehen Orthodoxie bare AIItii^-liflikeit. — Au die Jugend denke ich natürlich hier in erster Liuie. l ud au die üherwältiircnd grosse Zahl derer, deren Zeit durch ihren Heruf so sehr in Anspruch p-nonnnen ist. dass für das ..Lernen*• kaum ein notdürftiger liest iibri״ hleit. Kür sie hatte der Or^anisalioiistanmel nachgerade sich zu einer förmlichen (iefalir ausKewach sen. Ihnen war Ia11£sum das Verständnis dafür abhanden Kckniuuieu, dass sie dem deutschen Judentum *;ar keinen besseren, wertvolleren Dienst leisten können, als indem sie — .,lernen*•. purz. schlicht und bescheiden .,lernen״. Das klingt zwar weuip ,.{;־***"יו *üpK״. i*»t aber nii htsdestoweuiKer eine p*rade7u ununistÖHsliche Wahrheit Nicht am Ma11p*l von Organisationen (wir haben solcher wnklich überKCtiiiK). sondern am MatiKel von Oesetz.eskunde krankt die deutsche Orthodoxie. Würde jeder Kinzelne unter uns. der sich!ich w!iss nicht warum?) verpflichtet fühlt, auf andere zu ..wirken״, zunächst einmal «ich verpflichtet fühlen auf sich selbst cin/.uwirken. umj zwar in der Dirlititm.■• einer VertietuiiK •־einer olt recht dürltieen ITest tzoskunde. so würden wir dem Ziel, das der deiit-chcn Orthodoxie verschwelten muss, läufst einen bedeutsauien Schritt näher pkommen sein. Mit welchem Ht'cht diirlte