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Jüdische Monatshefte · 1915-01-01 · 1 (1915) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
2 (1915)
Issue
1 (1915)
Date
1915-01-01
Page
[Seite] (sequence 7)
Language
German
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heit der < iemeinde in (iesinnuni: und Tat dem fieisto de« Relipinnspfsetz.es entspricht. I*ann dürften wir zum gesunden (leiste dcr^fifiiieinde da.« Vertrauen!iahen, da«« er den (leist der Thora niemals aus «einerdr^anisation verbannen werde, ltenn mussten wir daran zweilein, dann wäre dies beinahe ein Zweifel an der Zukunft der Thora seihst Wäre es nun sicher, dass in einer solchen <ieniemde I)eniokratie unter der erwähnten Voraussctzunt: der Wille der (Gemeinde immer u1ass״-ebend wäre, immer n1ass*:eheiid -ein könnte, dann durften wir dieser!)eniokratie das Schicksal der Thora rnhij; anv ertrauen. In Wirklichkeit fjieht es aher keine I *eniokratie, die ohne die Feberlep-nheit einzelner Machtgruppen, ja ol! einer einzigen Machtgruppe zu bestehen vermag, und j;iebt es kein l’arlament. in welchem nicht das Auseinanderlallen der Volksvertreter in Fraktionell einzelnen heherrnehern und Meistern der |1arlamentarisehen Technik ein zuweilen despotisches I eberircwielit iitier die andern verliehe: ott ist es ein kleiner Kreis von Fraktioiisfnhrern. die mit ihrer souveränen Virtuosität in der llandhaliuiip parteipolitischer Finessen das ^anze l'arlainent in Fissein schlafen. Wir frajrcn nun: Knts|1rieht es der Würde (jer TlnVfa' und Ironmit es den lledurlnissen des Thuravolkes, die (Jemeiiide immer im Fahrwasser derjenigen Machtgruppe sefreln zu lassen, die es am jrewandtesten versteht, die Zii^(־l des 1‘arlamentarisiuus an sieh zu reissenV In einer demokratisch organisierten (iemeinde wird es den parlamentarisch (icw'andten niemals schwer fallen, aut den Kurs der (Iemeinde liestiuiuiciideti Fintlu-s 7.11 ühen. Auch in dieser lif/ielmii;: kann der moderne l'arlamentarismuii zum warnenden lleisjiiel dienen. Wer kommt in den meisten demokratischen l'arlamenten zum Wort? Ftwa die hesten, tielsten. irehildetsten Kopfe des Volke«? Di« Kntw icklim^r des l’arlamentarisiuiis hat es mit sich gebracht. da*« heute keineswegs immer die Fal11<;stcn. sondern ott im hesten Falle Idos die (icschickte«ten heriifen sind, die |10|it1schen Interessen wahr/.iinehmen Auch in einer t■ omeinde I *eniokratie kann es nicht anders lein. Auch hier wird sich dem Friede des Volkes dcr|0nip׳ al« "der herilfene Veitreter. als der wahre “*נ־ empfehlen, der lür das (iemeiudeparlameiit die beste Fioiir verspricht — — _ Kill reifliches l'eudant zu den Ausartungen einer •iemeinde I*eniokratie gewährt uiis das moderne indische Zeit1111|:swe«en. Fresse und Parlament sind Zw illipskindcr, die mit ihren Intercsseu

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