Mannheim
Compact Memory

Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 12 (1914) · p. [Seite]

Scan of the page
Image: UB Frankfurt, Visual Library (IIIF)
Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
12 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 28)
Language
German
Belongs to
journal issue
OCR quality
93% known words query
IRI
…/4900572-5964853-5964888--0464-4901019
Visual Library
page viewer of the UB Frankfurt

No entity mentions on this page.

OCR text

fremd. Für ihn war Jas Judentum der Zerstreuung eine festgefügte, durch nichts zu sprengende Einheit, zusammengehalten durch den Thoragedanken, durch gemeinsamen Beruf und gemeinsames Jahrtausende altes Leid. ." (das.) Er ist eine Persönlichkeit, die -beweist—dal! die < ■'rundsat/e. die in Hirschs Schriften vertreten werden. },ich auch leben lassen, dall ״sich eine Vermählung von Judentum und Kultur, ohne jegliche Konzession von der einen oder anderen Seite, wie sie in diesen Schriften gedacht ist. in Wirklichkeit durchführen lasse" (S 1781. ״Er hat starke Arme und kann 111׳t einem Federstriche Existenzen aufbauen " iS. 186 Mit Vorliebe baut er Existenzen mit seinem Federstrich in l’alastina aut. ,Wie wäre es mit Palästina?"!ragte der Mann ganz unvermittelt ״Ich habe darüber nachgedacht‘’, setzte Herr Berg• sen fort, als Maslow die Antwort schuldig blieb, ״und bin zur Überzeugung gelangt, dall Sie dort mit Ihrem Wissen und pädagogischen Geschicke der richte Mann am rechten Platze wären " S vL8S! Damit wir uns aber auch von Bergsens Ä ulk rem eine klare Vorstellung machen können, erfahren wir auf S. 59.. dall er ein Mann ״von nicht all/ukräftiger Statur mit einem graumelierten Hinterkopie'' ist.- Frl Hilda, die Nichte Bergsens. di•• ihr Lelirerininnexamen macht, in Hirschs Schriften erstaunlich bewandert ist. aul S 170 I einen ganzen Passus aus Hirschs Jeschurun auswendig zitiert, den Hauslehrer Maslow in die ״Neunzehn Brieie" und den ״Horeb" einfuhrt S 176 I und ebenso wie Maslow. den sie heiratet, am Schiult des Romans von Bergs» 11 mit einem Feder* strich nach Palästina an das d. rtige Schulwerk expediert wird - dieses Frl. Hilda ist ganz c!n Mädchen nach dem Sinne Bergsen- Hirschs. Sie ist das Gegenstück zu Sonja, der russischen Freun um Maslows. die. von quälendem Wissensdurst getrieben, in Kiew studiert, nachdem sie auf Grund des schmählichen ״roten Zettels" das AufenthaltsrecliL daselbst erworben hat. Sogar die Beredtsamkeit hat Hilda ihrem Onkel abgeguckt. Denn als im Hause Berg* sens Maslow, von seinen Kommilitonen umgeben, seinen Doktor* schmaus feiert, erhebt sich auch Frl. Hilda, um eine humoristisehe Rede zu halten. Kein Wunder, wenn das Herz des rus sische.n Bachurs m der Nahe von solch erstaunlichen Mädchen- Vorzügen allmählich in Feuer und Flammen aufging!

Text as recognised by OCR (ABBYY FineReader), without corrections. Entity mentions: TagMe (2021); their positions were matched to this text again.