Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 9 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 5)
- Language
- German
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815 Hichtlini«* *u zu Felde zu ziehen? Alrer was für Scheiimiaiiüver kamen nicht dabei herausIch wusste zwar ui» was cs ging. Kragte ich aber meinen Nachbar zur i.iukcu, worauf soll(«‘ cs «ler.n in der heutigen I’redigt hinaus, der hatte davou keine Ahnung, ebensowenig der zur Hechten, (ichf 0> aber darum, der iinsteren Orthodoxie eines am Zeuge zu flicke•!, dann nimmt die Spruche auf einmal eine Massivluit au, die an haiulgrcitlicher lMastizität iiiciits zu wünschen übrig läs.*: I»orh sein׳ ich auch von den relioischreilungen, welche den (irenzen des guten (ieschmackes l׳ei diesem Anlas-e widerfahrcii, ganz äu E> lasst schon die Wahl des '!'Inmas «1ine gänzliche Verkeimung der Aufgaben «!er indischen l'redigt erkennen. Worin bestellt denn diese eigentlich״ ln nirlits andtmn als darin, dass man durch das Mittel der He• Iiiimtr älter das ,Indentiiin in allen seinen Ausstrahlungen lici ‘inen Zuhotern jüdische <!esinnnngen mul dureli «liest* Hereit- Willigkeit zu jüdischem Wandel in tiedanke, Wort und Tat erwecke. i׳N ist «lamit der jüdischen l*re«ligt ein tiebict von «:incr W eite des l mfaiiges mul Tiefe des Inhaltes ubgesterkt, das au das l'nahsc' ׳ greuzt.. Kim■ Verlegenheit um ein geeignetes Thema kann es liier nicht geben. Klier schon eine solche der lolHirfiillung—des—zu—tieltote—stellenden—Stoßes—gegenfthen—hr «licaetn Falle ulu־r wnrdu statt «lesseii die Schur der Zuhörerschaft — Männer, Krauen aller Stände und Hildungsslufeu, halbw üchsige Jünglinge mul Mädchen im Haektischalt« r um! Kinder auf der Schulltank nicht ausgenommen auf «*initial zu Kritikernder Heligion und ihren letzten mul höchsten Wahrheiten herufeu. Sind denn auch nur hei einem winzige!! Hruehliik• einer solchen Zuhörerschaft <lie primitivsten Kenntnisse der־ ]{«,ligion mul der sonstigen einschlägigen Kragen voruuszus*Tze.n, die zu einer derartigen Kritik das Hecht verleihen:׳' Und was sollte «leim schliesslich dabei lienuiskommeu ״ Etwa Begeisterung und treue Anhänglichkeit an das Judentum;׳ Opferfreudige llingahc fur die Heiligung des Sabbats״ Etwa gar noch iiu Sinne des Judeutuuis, dem di^; Krage ,-.ש־״עד *s: .קלרשד u dergl. ein gewaltiges l’robUm bedeut ul? I»as wohl zu allerletzt. Was sollen nun aber diejenigen Zuhörer gar aufangcu, deren heiligst«! Ueberz«>ugnugeu *1 ur«11 ׳ di rartige Auslassungen lief gekränkt werden? Ats Kurifcrmnar einer < iotlesdieustliehen Handlung geiiicssl «hr Prediger den Vmzug 77 1