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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 9 (1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
9 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 4)
Language
German
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«׳intrat. Kr tueiute, in unseren Tagen war« es eine Binsenwahrheit, dass die Welt 8 mul mehr Millionen von Jahren bestand«). Diese Tatsarhe in Abrede stellen wollen, biesse, sich vor seinen Kindern llrherlich machen. Auf diese Weis«! würden nicht Zweifel beschwichtigt, sondern solch«) geradezu in deren Seele herauf* Imscliworen. Und darauf hagelte es nur so ein ganzes Raketenfouer heftiger Worte auf dif! Häupter der finsteren Orthodoxie nieder, «lass es einem uni die Ohren sauste. Bevor ich noch in eine Prüfung der hier entwickelten Auscliauuugen eintrete, kann ich nicht umhin, den ganzen Hergang als eine bedenkliche Kntgleiauny xu bezeichnen. Btntcnklich wird «iie Sache noch dadurch^ dass der Kedner in demselben Atemzuge den Sabbat u. a. als eine der unwnmlelhareu Institutionen des Judentums hinstellte. Wer aber die Duner der Krdo nach vielen Jnhrmillionen datiert, «ler hat sich damit auf einen ^Standpunkt gestellt, der דודו? העולש in Abrede stellt. Denn «lurauf läuft doch das Oanze schliosslich hinaus. Haben wir dem Sabbat die Basis enUogcu, dann kann sein Zusammenbruch u. *eine scliliessliche Ausmerzung aus dem Leben, rücksichtslos wie es nun einmal ist, doch nur eine Frago der Z«־it sein. Wer die Art unserer heutigen Prediger auch oberttnclilich kennt, den wird diese rücksichtslose Art schon hefrem* den. Wer könnt!» «irh an lniptn-dor Wahrnehmung 1>nt71elnM1| dang bei ihnen eine freie durchdachte Diplomatie, ganz im tiegensatze zu «lern handfesten Realismus, der sonst im!.eben das grösste Wort führt, alles beherrscht Dies sogar auf Kasten der Wahrheit Die Ding«•, auf die es aukomait, wordan da nur so ganz zart in flüchtigen Konturen angedcutet, kaum dass sic für ein scnarNichtiges, bewaffnetes Auge erkennbar würini. Sofort gleitet man, wie im lcichtg«:scbürzten Tanze auf luftigen Schwingen darüber hinweg. Das grosse Publikum, dessen geistiger Mechauismus auf solelm Fiuesseu nicht eingestellt ist, das vielmehr die Diuge wie sie in der Wirklichkeit sind, oft von ihrer brutalen Seite nur kennt, weiss angesichts dessen überhaupt nicht,— worum es geht. Der Keduer alter meint: «las Feuer halte ich zwar angefacht, die Finger mir aber «loch daran nicht verbrannt. So musste ich unwillkürlich denken, als ich im vergangenen Jahre eine ״lUchtlinieiipredigt“ mit unhört«׳. Welcher conserva- Uv« Rabbiner hatte nicht den Beruf in sich gefühlt, gegeu die

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