Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 9 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 3)
- Language
- German
- Belongs to
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313 Zukunft, in welcher mit religiöser Treue der Menschheit des Glück wiederkehrt. Ein versonnenes Wort eines östlichen Gelehrten möge diesen Gefühlen eis Dolmetsch dienen. Wenn em Sühnetsg die 80nne sinkt, denn beten wir אזכיה אלקיס ואדיסיה בראותי כל עיר על תלה בנדה ת ער יאאול תחתיה . . . Sero ועיר האלקים ,Ich gedenke Gottes nnd klege, de ich jedwede Stsdt eus ihren Trümmern wiedereretenden sehe, die Stsdt Gottes eber erniedrigt bis in die Tiefen des Ab• grundes*. Je, wes heisst denn des, liegt denn Jerusslem in Trümmern P Ist es nicht auf dem besten Wege, eine Gro&stadt, ein Knltnrmittelpnnkt zu werden? Neuer Jiscbub! Nene Bahnest Ach je, eber ich sehe nur, elso klegt jener Interpret, ich sehe nur wiedererstanden, was Menschenstadt ist, herrlich, grosssügig, mit ungeahnten Entwicklungsmöglichkeiten! Aber die Gottesstsdt, die ist erniedrigt, ▼erachtet, vernachlässigt, überschüttet von Hohn und Spott ihrer eigenen Kinder .... Begreift man jetzt, welches Golns schechinab es bedeutet, wenn frecher Aberwitz sich erdreisten darf zu sagen: Unsere Keligion ist eine Golusblütel! ,Ich gedenke Gottes und klage.* Eine moderne Predigt. Von Rabbiner Dr. Daniel Fink, Berlin. In einem jüdischen Blatte waren jüngst die Eindrücke ge* schildert, welche eine jugendliche Reisegesellschaft bei Beaichti* gung der Hermannshöhle im Herze gewonnen hat. Zu der Reisegesellschaft, welche, wie in jenen Blättern erzählt worden ist, auf so sinnige Art die Tropfsteingebilde in der Hermannshöhle betrachtete, gehörte ich zwar nicht. Wenn ich aber trotzdem zu diesem Thema das Wort nehme, so hat es damit ein eigenes Bewandtnis. Ich war nämlich in diesen Tagen Zuhörer einer Predigt, in deren Verlauf der Redner in eine, .heftige Polemik gegen die in dem erwähnten Artikel entwickelten Anschauungen