Jüdische Monatshefte
- Journal
- Jüdische Monatshefte
- Volume
- 1 (1914)
- Issue
- 8 (1914)
- Date
- 1914-01-01
- Page
- [Seite] (sequence 33)
- Language
- German
- Belongs to
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303 bestimmen zu helfen, «lie erst allmählich durch langjährige Mitgliedschaft hineinwaehscn sollen in den (•eist ihrer Aufgaticn — nähert 8ith ihnen!j 2 wie ein süss lächelnder Friedensergel und begehw ichtigt ihr verletztes (lenilit mit dun Trostpreise der — («Ittulienstrcuc. Seid der Agudah nicht bös, sagt er zu ihnen, fern ist ihr, euch eure Frömmigkeit zu bestreiten, ihr seid nur nicht g 0 s e t z e s treu, das soll uns aber nicht hindern, euch als wackere g 1 a u I» 0 n s treue •luden in unserm Heerbann zu hegrüssen! ' ' " ' Ja, um des Himmels willen, merken denn die Schöpfer die• ses unglückseligen l'aragra|d1en nicht, welch unverantwortliche Komödie sie mit einem unserer heiligsten Regritfo, mit dein Begriff der Thoratreue treiben ץ Schrecken sie denn wirklich nicht vor der Tragweite ihres Beginnens zurück, die religiöse Halbheit mit der frei erfundenen Prämie der (ilauhenstreue zu krönen)' Muten sie denn wirklich den Volksmassen die Fälligkeit zu, die durch § 2 geschaffene Doppel-Liste einer .glaubenstreuen* und einer ״gesotzestreuen“ Ortholoxie ohne trübende Rückwirkung auf die Klarheit ihres religiösen Werturteils zu ertragen)* Wie nun, wenn ein geschickter Demagoge auf den FJnfall käme, eine Konkurrenz- Agudah aller ״g I a u h e n s t re ii e n* •Inden, eine Weltorganisation der ״g 1 au be n s t r e u e n“ Orthodoxie zu begründen, würde, einer solchen Konknrrenz-Agudah gegenüber die ״g e se tze s t re tfe* Agudah in der Lage sein, sich auf ihr ITogramm als das Programm der Tlmiatrnie zu berufenV Hätte sie nicht solhst durch 8 2 der Hut Wickelung einer Doppel •Orthodoxie Tür und Tor geöffnet ץ — Alle diese Fragen und Bedenken, die das Recht bezweifeln, mit welchem vom Standpunkte des Heligionsgesetzes innerhalb der Orthodoxie von ״g I a 11 h e 11 s tteilen“ und ״g a s e t^*e stretrtjn* ■luden im Sinne einer 1 'י e g e n 11 b e r sjj* 11 u 11 g geredet wer• den kann, hätten die Urheber dieses Paragraphen sich vor Augen ד halten müssen, ehe sie zu ihrer zweiten Aufgabe schritten, nach• zuweisen, mit welchem Rechte das, was der Sprachgebrauch unter ״tilaubcnstreuo* versteht, vom Standpunkte des Religionsgesetzes noch als ein Merkmal der Orthodoxie erachtet werden könne. Wenn die Oegenüberstellung von .glaubenstreu* und ,gesetzestreu* irgendwelchen Sinn haben soll, so kann liiurbei nur