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Jüdische Monatshefte · 1914-01-01 · 7 (1914) · p. [Seite]

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Journal
Jüdische Monatshefte
Volume
1 (1914)
Issue
7 (1914)
Date
1914-01-01
Page
[Seite] (sequence 22)
Language
German
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280 Grundlage bildet zur logischen Entwicklung aller anderen Gebote der Thora, zur Wissenschaft von der jüdischen Moral und Sitt* lichkcit, d. h, zur Wissenschaft vom reinsten Menschentum Uber• haupt. l)a ist es nun, wir möchten sagen, beinahe selbstverst&ndlieh, dass wie bei jeder anderen Wissenschaft, also auch hier die Grundlage der Wissenschaft von der Moral von allen Geschlechtern durchaus gleich ursprünglich erkannt wurde. Diese Grundlage — die wissenschaftliche Erkenntnis von unserer Gehorsamspflicht gegenüber Gott — ist sicher kein Axiom, ward vielmehr ». v. v. empirisch gewonnen. Die Überzeugung von der Geltungskraft em• pirisch erkannter Wahrheiten beruht darauf, dass sie nicht tradiert, sondern von jedermann — wiederum auf dem Wege des Experi• tuentes — selber erkannt werden. Die Offenbarung nun, die Grund• läge der wissenschaftlichen Moral, ist kein Expcrimeut, das jedes Geschlecht von neuem ausfübren könnte, aber sie braucht es auch nicht zu sein. Denn vollkommen gleich unseren Vätern haben wir alle bis ins 8|>äteste Geschlecht jene erste Erkenntnis gleich unmittelbar empirisch am Sinai gewonnen. ולא את:ם לבדכם zt ועעמות היו«• ,cS (מ־י־ד eעמנו היום (דב־ים :־ nc ונו־ ואת אמי אענו (er ועדין נוף לא נב־א (מד־•* יעחוסא. In der Erkenulnis der Grundlage sind wir selber das erste Geschlecht, nur der weitere Aufbau ward uns von den Altvordern tradiert. *־" ln Grundlage und Aufbau hat sich uns somit דאת ר׳*, denn das ist ja jüdische Moral, als echte rechte Wissenschaft ergeben, commensurabel jeder andern Wissenschaft. Somit erschliesst sich uns das• Verständnis jenes Prophetenwortes, das den Geist der Weisheit und der Einsicht, des Rates und der Stärke, der Kenntnis und der Gottesfurcht als (!eist von gleichem Geiste uns zu erkennen lehrt, verstehen wir, wie dem Juden jede Wissenschaft nur im Dienste seiner Wissenschaft par exellence siebt. Denn wenn unsere Weisen זיל uns lehren, auch die fremden Wissen• schäften zu erforschen als ם־פראות לוזבשה, so verstehen sie unter dieser ח:םה schlechthin eben die Wissenschaft der תורה d. h.יאת ד־\ In der Universitas literarum aber kann keine Wissenschaft, und also auch ־את ד* nicht, der anderen Wissenschaften entraten. I

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